Bayerns Innenminister besorgt: Immer mehr junge Menschen von Virus gefährdet!

München - Über den Newsletter des Staatsministerium des Innern wendet sich Minister Joachim Herrmann (63, CSU) besorgt an die Bürger Bayerns.

Innenminister Joachim Herrmann zeigt sich besorgt wegen der aktuellen Entwicklungen. (Archiv)
Innenminister Joachim Herrmann zeigt sich besorgt wegen der aktuellen Entwicklungen. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

"Die Lage ist nach wie vor angespannt" eröffnet er sein Schreiben vom späten Sonntagabend.

Am Sonntag wurden 762 Neuinfizierte im Freistaat registriert. Die Situation ist also noch weit weg von einer allgemeinen Entwarnung.

Laut den Wissenschaftlern des Robert-Koch-Instituts sei das aktuell jedoch noch keine Verwunderung. Aufgrund der langen Inkubationszeit kann das Virus mehrfach unbemerkt weitergegeben werden. 

Bereits am Freitag bestätigte Markus Söder (53, CSU) bei seiner Rede zur erweiterten Ausgangsbeschränkung, dass die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar seien. 

Jeder könnte infiziert sein und die Krankheit weitergeben, ohne es zu wissen. Teilweise, weil vor allem junge Menschen gar keine Symptome aufweisen. Doch vor allem um diese jungen Menschen sorgt sich jetzt Bayerns Innenminister.

Wie Joachim Herrmann in seinem Schreiben weiter mitteilt, sind nicht mehr nur die älteren Menschen gefährdet.

Zunehmend jüngere Menschen erkranken schwer

Die Corona-bedingten Folgen bei jungen Menschen werden meist unterschätzt. (Symbolbild)
Die Corona-bedingten Folgen bei jungen Menschen werden meist unterschätzt. (Symbolbild)  © 123RF/Katarzyna Białasiewicz

"Hinsichtlich der Altersverteilung fällt auf, dass zunehmend auch jüngere Menschen schwer erkranken, vor allem Raucher", so der Politiker. 

"Diese Tendenz zeigt einmal mehr, dass die Pandemie keinesfalls ausschließlich eine Angelegenheit der Alten, Schwachen und Kranken ist, sondern dass gerade auch die jungen Menschen sich äußerst verantwortungsvoll verhalten müssen."

Basierend auf den aktuellen Entwicklungen rechnet Herrmann damit, dass die Zahl der Infizierten "mit zeitlicher Verzögerung ebenfalls noch deutlich steigen werden."

Wie TAG24 am Sonntagabend bereits berichtete, ist aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonntagabend das bislang jüngste Todesopfer in Deutschland zu beklagen gewesen. 

Der Mann starb mit 54 Jahren - offenbar ohne Vorerkrankungen - an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Bis dahin war das jüngste Opfer 67 Jahre alt.

Vor wenigen Tagen starb der spanische Fußballtrainer Francisco Garcia im Alter von 21 Jahren. Hier war jedoch eine weitere Erkrankung ein großer Faktor.  

Alle weiteren Informationen zu aktuellen Entwicklungen findet ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++ oder (speziell für Bayern) im +++ Coronavirus-Bayern-Ticker +++

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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