Hessen ist im harten Lockdown: Was hat noch geöffnet, was ist erlaubt?

Wiesbaden - Hessen ist seit Mittwoch im Lockdown. Die Landesregierung will damit die Corona-Pandemie eindämmen und vor allem das Gesundheitssystem entlasten. Zahlreiche Geschäfte müssen ab heute schließen.

Einen Tag vor dem Lockdown war die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil nochmals prall gefüllt.
Einen Tag vor dem Lockdown war die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil nochmals prall gefüllt.  © dpa/Boris Rössler

Geöffnet bleiben dürfen unter anderem Supermärkte, Drogerien, Banken und Tankstellen. Abhol- und Lieferdienste bleiben erlaubt, auch Auto- und Fahrradwerkstätten können weiterarbeiten.

Dagegen müssen unter anderem Friseure schließen, in Baumärkten dürfen sich nur noch Handwerker mit Material eindecken.

Die Präsenzpflicht für Kinder und Jugendliche an den Schulen wird außerdem ab Mittwoch bis zum Ende der Woche aufgehoben - dann beginnen ohnehin die hessischen Weihnachtsferien. Kindergartenkinder sollen nur noch dann in den Einrichtungen betreut werden, wenn etwa die Eltern arbeiten gehen müssen und sie nicht zu Hause behalten können.

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Ministerpräsident Volker Bouffier (68/CDU) hatte die verschärften Einschränkungen unter anderem damit begründet, dass der bisherige Lockdown light die Zahlen an Corona-Neuinfektionen nicht wie erhofft eingedämmt habe.

Der Regierungschef hatte angekündigt, dass er am Mittwoch mit hochrangigen hessischen Kirchenvertretern besprechen wolle, in welcher Form in diesem Jahr die Weihnachtsgottesdienste stattfinden können. Er strebe eine hessenweite Regelung an, hatte er nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag gesagt. Er erwarte nicht, dass Gottesdienste untersagt werden. Denkbar sei aber beispielsweise, dass sich die Gläubigen überall dort, wo es eng zu werden droht, anmelden müssen.

Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es weiter bei den bisherigen Regeln: Private Treffen dürfen weiterhin nur mit zwei Haushalten, höchstens jedoch mit fünf Personen stattfinden.

Hessen hält an Maßnahmen-Lockerung über Weihnachten fest

Kinder bis 14 Jahren bleiben davon ausgenommen. Über Weihnachten gibt es Lockerungen. In Alten- und Pflegeheimen sind von den Beschäftigten und von Besuchern zu jeder Zeit FFP2- oder KN95-Masken zu tragen. Bewohner dürfen zweimal pro Woche von bis zu zwei Personen besucht werden.

Das Personal muss regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, auf Corona getestet werden.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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