Hessen verschärft kurz vor Weihnachten erneut die Corona-Regeln

Wiesbaden - Für nicht geimpfte Menschen und in Corona-Hotspots mit hohen Infektionszahlen gelten in Hessen nochmals strengere Regeln. Die neuen Maßnahmen treten vor den Feiertagen in Kraft und gelten bis Mitte Januar.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) informierte am Dienstag über die neuen Corona-Regeln und ab wann diese gelten.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) informierte am Dienstag über die neuen Corona-Regeln und ab wann diese gelten.  © dpa/Wolfgang Kumm

Die Corona-Zahlen seien immer noch zu hoch und ein Grund zur Sorge, begründete Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden den Schritt.

Das gelte vor allem für die Hotspots. Die neuen Maßnahmen zielten daher vor allem auf diese Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen.

Außerdem gebe es weitere Einschränkungen für Menschen, die keine Corona-Schutzimpfung haben. Die neuen Regeln sollen ab Donnerstag und zunächst bis zum 13. Januar gelten.

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Von zehn Corona-Infektionen würden neun durch nicht geimpfte Bürger verursacht, sagte der Regierungschef. Deshalb sollen die Kontakte für diese Personen weiter eingeschränkt werden.

Auch bei Veranstaltungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich soll die Zahl der Besucher zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus in Hessen weiter reduziert werden.

Für geboosterte Personen entfällt die Testpflicht bei 2G-Plus-Veranstaltungen

In Bereichen, in denen Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus gelten (gegen Corona geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) werde nach einer Auffrischungsimpfung dagegen der verpflichtende zusätzliche Test für diese Bürger entfallen. "Das ist eine echte Erleichterung für die, die dreimal geimpft sind", betonte Bouffier. "Wir halten das für vertretbar."

Das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester werde nach den neuen Regeln an publikumsträchtigen Orten in Hessen verboten. Welche Orte das sind, entscheide die Kommune vor Ort, sagte der Ministerpräsident. Dieses Verbot gelte jedoch nicht im privaten Bereich. Wer im Garten mit seinen Kindern einige Raketen zünden wolle, könne das tun.

Kreise mit Inzidenzen von über 350 würden als Corona-Hotspots eingestuft, erklärte der CDU-Politiker. "Davon haben wir in Hessen bedauerlicherweise auch einige." Für diese Regionen gelte: Wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen dieser Wert überschritten wird, dann gelte ab dem vierten Tag, dass die Gemeinden ein Alkoholverbot an bestimmten Orten sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen und Einkaufszentren verhängen können.

Der Ministerpräsident appelliert erneut an die Menschen in Hessen, sich zum Schutz vor einer Ansteckung impfen zu lassen: "Der beste Weg, aus dieser Pandemie herauszukommen, ist und bleibt das Impfen."

Titelfoto: dpa/Wolfgang Kumm

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