Jetzt starten Sachsens Impfzentren: So läuft die Anmeldung

Dresden - Es geht los - zumindest ein bisschen. Am heutigen Montag sollen die sächsischen Impfzentren ihre regelmäßige Arbeit aufnehmen. Bis Otto Normalbürger dran ist, dauert es aber noch.

Das Impfzentrum Dresden im Messegelände der Stadt.
Das Impfzentrum Dresden im Messegelände der Stadt.  © Thomas Türpe

Die 13 Impfzentren im Freistaat sollen tatsächlich heute gemeinsam die Tore aufsperren, bestätigen DRK Sachsen und Sozialministerium. Die Anmeldeadresse im Internet wird aber erst Montag freigeschaltet. Und die entsprechende Telefonnummer gibt es erst in ein paar Tagen ...

Der Witz: Obwohl Sachsen seit Dezember 102.000 Impfdosen bekommen hat und bislang nicht mehr als 19.000 verimpft sind, bunkert das Land jede zweite Dose. Dabei kommen wöchentlich rund 30.000 neue Dosen an. Bald wird es auch den zweiten Impfstoff, dann vom Pharmakonzern Moderna geben.

Zunächst wollen die Impfzentren Gruppentermine für Rettungsdienst- und Pflegemitarbeiter vergeben. Danach ist laut Ministerium die Zugehörigkeit zu einer "prioritär zu impfenden Personengruppe" Pflicht. Das sind:

  • Menschen über 80 (Transportlösungen sollen angeboten werden)
  • Mitarbeiter von stationären Pflegeeinrichtungen oder Altenheimen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte medizinischer Einrichtungen
Alle anderen bekommen vorerst noch keinen Termin, so eine Sprecherin von Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).

Impfstart in Sachsen mit leichten Schwierigkeiten

Medizinisches Personal wird bereits geimpft. Menschen über 80 aber wohl erst ab dem 18. Januar. Jüngere können sich noch nicht anmelden.
Medizinisches Personal wird bereits geimpft. Menschen über 80 aber wohl erst ab dem 18. Januar. Jüngere können sich noch nicht anmelden.  © picture alliance / ROBIN UTRECHT

Nur Mitarbeiter der Impfzentren dürfen sich schon gegenseitig impfen oder haben das bereits getan.

Ebenfalls bereits begonnen hat das Impfen an sächsischen Krankenhäusern. Allerdings ist die Nachfrage derart groß, dass zum Beispiel das Uniklinikum Leipzig bei der Terminvergabe nicht mehr hinterherkommt.

Panne auch im Kreis Bautzen. Weil dort die gewünschte Mehrzweckhalle am Schützenplatz nicht zur Verfügung steht, öffnet das Impfzentrum kurzerhand in Kamenz.

Ganz schnell reagiert hat das Impfzentrum des Vogtlandkreises in Treuen.

Dort waren Proben für mobile Impfteams auf dem Weg in Pflegeheime zwölf Stunden vorher normal aufgetaut worden. Doch die Heime standen plötzlich unter Quarantäne. Darum nahm das Zentrum die Dosen und verimpfte sie am Samstag bei sich.

Hintergrund: Der bislang einzig verfügbare Impfstoff von Biontech muss bei minus 70 Grad gekühlt werden. Aufgetaut hält er bei zwei bis acht Grad nur maximal fünf Tage.

Titelfoto: Thomas Türpe

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