Die vier goldenen Regeln fürs Arbeiten im Home-Office

Leipzig - Viele Sachsen arbeiten jetzt im "Home-Office". Was aktuell notwendig ist, birgt aber auch die Gefahr, dass die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt, die Menschen deutlich länger arbeiten, als in ihrem Arbeitsvertrag steht, warnt der Arbeitspsychologe Professor Hannes Zacher (40) von der Universität Leipzig.

Im Home-Office bitte nicht von der Couch aus arbeiten, sondern an einem hellen und ergonomisch günstigen Arbeitsplatz! Das empfiehlt der Arbeitspsychologe Hannes Zacher (40).
Im Home-Office bitte nicht von der Couch aus arbeiten, sondern an einem hellen und ergonomisch günstigen Arbeitsplatz! Das empfiehlt der Arbeitspsychologe Hannes Zacher (40).  © dpa/Christin Klose

Seine vier goldenen Tipps fürs Arbeiten zu Hause:

  • 1. Runter von der Couch!

"Niemand sollte im Home-Office im Schlafanzug mit dem Laptop auf dem Sofa sitzen", rät Zacher. Der Arbeitsplatz zu Hause sollte möglichst genauso gut gestaltet sein wie der im Unternehmen. "Dazu gehört ein ruhiges, helles und aufgeräumtes Arbeitszimmer. Außerdem ein ergonomisch günstiger Tisch, Arbeitsstuhl sowie ein Computer mit Videoausrüstung und stabiler Internetverbindung."

  • 2. Realistisch planen!

"Es sollte klare und realistische Ziele und Aufgaben für den Tag geben sowie regelmäßige Erholungspausen", so Zacher. Home-Office erfordere Disziplin, Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit zur Selbstmotivation.

  • 3. Chefs, habt Geduld!

Vorgesetzte sollten ihre Mitarbeitenden im Home-Office möglichst genauso behandeln wie die Mitarbeitenden vor Ort, also ihnen nicht weniger Aufmerksamkeit schenken, sie aber auch nicht stärker kontrollieren. 

Gerade jetzt müssten Vorgesetzte viel Geduld aufbringen und ihre Mitarbeitenden unterstützen.

  • 4. Familiäre Regeln treffen!

Home-Office und Kinderbetreuung zusammen ist nicht ideal, lässt sich aktuell aber oft nicht vermeiden. Wichtig seien deshalb die Etablierung von Routinen und gemeinsame Regeln, um dem Tag eine klare Struktur zu geben. 

Zacher: "Eltern sollten sich ein Vorbild an den Stunden- und Tagesplänen nehmen, die jetzt von vielen Schulen verschickt werden." Darin seien etwa der Beginn und das Ende von Lern-, Spiel- und Essenszeiten festgelegt. Einen solchen Plan sollten sich Erwerbstätige auch erstellen. 

Durchatmen in der Sonne: Auch Pausen müssen im Home-Office sein.
Durchatmen in der Sonne: Auch Pausen müssen im Home-Office sein.  © dpa/Christin Klose

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle aktuellen Infos aus Leipzig im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Titelfoto: dpa/Christin Klose

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0