Hopfenbauern schlagen Alarm: Reißt die Bier-Versorgung wegen Corona ab?

Au in der Hallertau - Der Einreisestopp für Saisonarbeiter wegen des Coronavirus bereitet den bayerischen Hopfenbauern Sorgen. 

Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen. (Archiv)
Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen. (Archiv)  ©  Armin Weigel/dpa

Aktuell müssten auf den Feldern die Drähte gespannt werden, an denen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken können, sagt Lukas Raith, Geschäftsführer beim Hopfenring in Wolnzach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm in der Hallertau. 

Die Region an der Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern gilt als das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. "Die Situation ist sehr schwierig", so Raith.

Die Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen, von wo die Einreise zurzeit nicht möglich sei. Beim Aufhängen der Drähte könnten sich viele Hopfenbauern noch mit der Unterstützung von Familienangehörigen und Freunden behelfen.

Ab Ende April würden dann die Hopfenpflanzen an den Drähten befestigt. Dazu reichten die privaten Helfer dann nicht mehr aus. 

Asylbewerber sollen Beschäftigungserlaubnisse bekommen

Die Corona-Krise könnte den Hopfenbauern zum Verhängnis werden. (Symbolbild)
Die Corona-Krise könnte den Hopfenbauern zum Verhängnis werden. (Symbolbild)  ©  Andreas Gebert/dpa

"Jede helfende Hand wird benötigt", sagt Raith. Die Tätigkeiten seien zwar nicht kompliziert, jedoch körperlich anstrengend.

Raith verweist auf den Maschinenring, der im Internet eine Plattform eingerichtet hat (www.daslandhilft.de), auf der sich freiwillige Helfer melden können. 

Es gebe schon Angebote, auf diese Weise könnten sich Helfer und Landwirte zusammentun.

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Am Freitag hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zudem die Ausländerbehörden im Freistaat aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen, um Landwirten in der Corona-Krise zu helfen. 

Der Flüchtlingsrat reagierte verhalten und monierte unter anderem, das sei keine Bleibeperspektive.

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Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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