Husten, Schnupfen, Niesen: Sind Pollen oder Corona Schuld? TAG24 erklärt's!

Deutschland - Seit nun mehr als einem Jahr grassiert das Coronavirus rund um die Welt. Wer auf Pollenflug, vor allem der Frühblüher Hasel, Erle und Birke, reagiert, dürfte jetzt wieder zunehmend verunsichert sein, ob er nun Corona oder "nur" eine allergische Reaktion hat. TAG24 klärt auf.

Schon seit März fliegen die ersten Pollen durch die Luft. Bei Allergikern wächst damit die Verunsicherung, ob sie nicht doch Corona haben (Symbolbild).
Schon seit März fliegen die ersten Pollen durch die Luft. Bei Allergikern wächst damit die Verunsicherung, ob sie nicht doch Corona haben (Symbolbild).  © Unsplash/Daiga Ellaby

Husten, Schnupfen, Augenjucken: das alles kennen Allergiker während der Pollen-Saison nur zu gut. Doch manche Anzeichen treten auch auf, wenn man sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Da bei Corona auch schwere Lungenentzündungen bis zum Versagen dieses Organs drohen können, ist es wichtig, zu wissen, ob man sich das Virus eingefangen hat und in medizinische Behandlung begeben sollte. Ein Vergleich der jeweiligen Symptome hilft bei der Einordnung.

Während die häufigsten Covid-19-Symptome Fieber und trockener Husten sind, tritt die erhöhte Körpertemperatur bei der Allergie im Regelfall gar nicht auf. Den Husten kennen Heuschnupfen-Geplagte jedoch auch gut, er ist ein häufiges Anzeichen.

Anders sieht es bei Schnupfen und Niesen aus: Beides sind handfeste Indizien für die allergische Reaktion. Corona bringt nämlich keine Niesanfälle mit sich und über Schnupfen beschwerten sich bislang nur wenige Patienten.

Wer unter Augenjucken leidet dürfte mit ziemlich sicherer Wahrscheinlichkeit auf Pollen anspringen. Es ist eines der häufigsten Allergieanzeichen. Bei Corona bleibt das Leiden hingegen aus.

Gliederschmerzen allein sind kein sicheres Anzeichen für das eine oder andere. Sie treten bei Covid-Erkrankten nur selten auf, bei Allergikern gar nicht.

Hals-, Kopfschmerzen und Atemnot treten in beiderlei Fällen zu gleichen Teilen auf. Wer unter allen drei Symptomen auf einmal leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.

Speichert Euch am besten unsere Übersicht auf Instagram ab, damit Ihr immer wisst, in welchem Fall welche Anzeichen wie häufig auftreten.

Masken schützen auch vor Reaktionen auf Pollen

Masken wie diese helfen auch, das Pollen-Leiden zu mildern (Symbolbild).
Masken wie diese helfen auch, das Pollen-Leiden zu mildern (Symbolbild).  © Unsplash/Markus Winkler

Da die Pollen nur Schaden an Mund, Nase und Rachen anrichten können, wenn sie aktiv vom Menschen eingeatmet werden, ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz sehr hilfreich für Allergiker.

"In den meisten Fällen werden Symptome wie eine laufende Nase, Juckreiz im Mund oder Niesen deutlich gemildert", erklärte beispielsweise bereits Allergologe Arthur Helbling in einem Gespräch mit dem Schweizer Allergiezentrum.

Der Schutz wirkt dann aber nur an Mund und Nase. Rote, tränende oder juckende Augen oder auch Hautirritation können weiterhin auftreten, da die Pollen diese Stellen auch mit einer Maske erreichen können.

Wie hoch die aktuelle Pollenbelastung in Eurer Region ist, könnt Ihr unter anderem auf wetter.com sehen. Dort gibt es auch eine Prognose für den nächsten Tag.

Titelfoto: Unsplash/Daiga Ellaby

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