Impf-Gipfel: Das sind die wichtigsten Entscheidungen!

Berlin - Die Hausärzte in Deutschland sollen unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus einsteigen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Freitagabend auf der Pressekonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Freitagabend auf der Pressekonferenz.  © Michael Sohn/AP/POOL/dpa

Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Freitag bei einer Telefonkonferenz beschlossen. Vorgesehen ist allerdings die Möglichkeit, dass Länder bis zum 22. März erklären, sich daran nicht zu beteiligen.

Wegen der zunächst noch geringen Mengen an verfügbarem Impfstoff wird das Impfen in den Hausarztpraxen auch nur langsam starten. In dem Beschlusspapier ist von etwa einem Impftermin pro Woche die Rede.

Umgerechnet auf rund 50.000 Hausärzte in Deutschland geht es demnach um eine Größenordnung von 20 Impfdosen pro Praxis - insgesamt rund eine Million Impfdosen. In der letzten April-Woche sollen dann jedoch schon fast 3,2 Millionen Impfdosen an Hausarztpraxen gehen.

Vereinbart wurde ferner, dass fünf Bundesländer zum Schutz vor dem Eintrag mutierter Coronaviren durch Pendler aus Nachbarstaaten zusätzliche Impfdosen bekommen sollen.

BioNTech springt ein

Dies betrifft das Saarland und Rheinland-Pfalz mit ihrer Grenze zu Frankreich sowie Bayern, Sachsen und Thüringen wegen der hohen Infektionszahlen in Tschechien.

Dem Beschluss zufolge soll Bayern 100.000 zusätzliche Impfdosen bekommen, Sachsen 100.000, das Saarland 80.000, Thüringen 30.000 und Rheinland-Pfalz 20.000 Dosen.

Zusammen sind das 330.000 Dosen. Dieser Impfstoff soll aus der Zusatzlieferung von 580.000 Dosen des Herstellers BioNTech/Pfizer kommen, die dieser Hersteller zugesagt hat.

Die restlichen 250.000 Zusatzdosen sind in der Woche nach Ostern für die Hausarztpraxen eingeplant.

Titelfoto: Michael Sohn/AP/POOL/dpa

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