CDU schießt gegen Berliner Gesundheitssenatorin: "Das ist ein Versäumnis der Planung!"

Berlin - Aus der Berliner CDU-Fraktion gibt es scharfe Kritik an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (53, SPD).

Tim-Christopher Zeelen, gesundheitspolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, kritisiert die Gesundheitssenatorin.
Tim-Christopher Zeelen, gesundheitspolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, kritisiert die Gesundheitssenatorin.  © dpa/Sophia Kembowski

"Was wir seit Anbeginn der Pandemie spüren, ist, dass Frau Kalayci regelmäßig die Schuld woanders sucht und nicht die eigenen Hausaufgaben macht", sagte Tim-Christopher Zeelen, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, am Mittwoch.

Berlin habe rund 60.000 Impfdosen bekommen, von denen erst gut zehn Prozent verwendet worden seien.

"Das wäre die dringendste Aufgabe, das, was wir vorrätig haben, unters Volk zu bringen", sagte Zeelen. "Meine Forderung ist, dass sie das erst in den Griff bekommt, bevor sie den Schuldigen woanders sucht."

Kalayci hatte am Mittwoch erklärt, bei den Impfungen gehe es nicht wie geplant voran.

"Wir haben jetzt vom Bundgesundheitsministerium die Nachricht bekommen, dass die Lieferung in der ersten Kalenderwoche ersatzlos ausfällt", so die Senatorin. "Das bringt uns jetzt in sehr große Schwierigkeiten, da wir aufbauend auf diese Zusagen unsere Planungen gemacht haben."

Zeelen kritisiert Impfmanagement

Dilek Kalayci (53, SPD) beschwerte sich gerade über die ausbleibende Impfstoff-Lieferung am 4. Januar.
Dilek Kalayci (53, SPD) beschwerte sich gerade über die ausbleibende Impfstoff-Lieferung am 4. Januar.  © dpa/Michael Kappeler

Berlin hätte ab dem 4. Januar 29.250 weitere Impfdosen erhalten sollen.

Zeelen lässt das nicht gelten. Er kritisiert, dass in dieser Woche die Impfungen zu schleppend vorangekommen seien.

"Wir sind weit davon entfernt, das, was das Land Berlin momentan zur Verfügung hat, auch zu verimpfen." Gerade die Impfungen des Personals in den Pflegeheimen seien nicht gut vorbereitet worden.

"Denn die Impfdosen sind jetzt da, und was nicht da ist, sind die Angestellten. Das ist ein Versäumnis der Planung", sagte Zeelen. "Darauf zu warten, dass sich irgendwer irgendwo meldet, reicht eben nicht aus."

Einrichtung für Einrichtung, Träger für Träger hätten viel früher informiert werden müssen, wann und wo es losgehe. "Das ist versäumt worden."

Titelfoto: dpa/Sophia Kembowski, dpa/Michael Kappeler

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