Impfstoff-Panne in Bayern hat schwere Folgen: 1000 Dosen werden nicht gespritzt!

Bayreuth - Entgegen anderslautender Ankündigungen wird der Corona-Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken nun doch nicht verwendet.

Eine Altenpflegerin wird geimpft. (Symbolbild)
Eine Altenpflegerin wird geimpft. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Safety first: Nach diesem Motto werden somit 1000 Impfdosen nicht gespritzt, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen.

"Von fachlicher Seite wird der Impfstoff als durchaus impfbar eingeschätzt", erläuterte der Sprecher des Landratsamtes. Allerdings wollten die Verantwortlichen jegliche Zweifel ausräumen und der Bevölkerung einen hundertprozentig einwandfreien Impfstoff anbieten.

Zum Start der Impfungen gegen das Coronavirus am Sonntag in Bayern ist es zu einer Mega-Panne gekommen. In Oberfranken hatte Probleme mit der Kühlung gegeben - der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer entwickelt haben, muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden.

In Oberfranken gab es dabei flächendeckend Probleme - einzig in Stadt und Landkreis Bamberg klappte alles wie geplant.

Impf-Chaos zum Start in Bayern

In der Nacht zu Montag teilte dann die Bezirksregierung mit, dass Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben habe. "Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege", hieß es.

Ein Sprecher bestätigte kurz vor Montagmittag zudem, dass die Lieferung noch im Laufe des Tages geimpft werden solle. Vorrangig sollten zunächst Bewohner von Alten- und Pflegeheimen an die Reihe kommen.

Wo genau der Fehler bei der Kühlung für die oberfränkischen Dosen lag, blieb zunächst unklar. Die Regierung von Oberfranken kündigte eine sorgfältige Aufklärung an.

Auch in Schwaben hatte es am Sonntag Probleme mit der Kühlung gegeben, die sich jedoch rasch als marginal herausstellten, so dass mit leichter Verzögerung dennoch mit dem Impfen begonnen werden konnte.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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