Impfstoff von AstraZeneca könnte weitere Nebenwirkungen haben

Brüssel - Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gab am vergangenen Freitag überraschend ein weiteres Sicherheitssignal zum Corona-Impfstoff von AstraZeneca bekannt.

Möglicherweise hat der Impfstoff von AstraZeneca weitere Nebenwirkungen.
Möglicherweise hat der Impfstoff von AstraZeneca weitere Nebenwirkungen.  © Matthias Bein/dpa

Nachdem die EU-Behörde bereits einen Zusammenhang zwischen Hirnvenenthrombosen und dem Corona-Vakzin von AstraZeneca bestätigt hat, prüft sie es nun auf weitere mögliche Nebenwirkungen.

Ursache ist ein möglicher Zusammenhang zwischen der Gabe des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca, dessen Markenname vor Kurzem heimlich in Vaxzevria umbenannt wurde, und dem sogenannten Kapillarlecksyndrom.

Wie die "Pharmazeutische Zeitung" berichtet, trat "bei fünf Personen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung ein Kapillarlecksyndrom" auf. Diese sehr seltene Gefäßerkrankung ist auch als Clarkson-Syndrom bekannt.

Dabei ist die Durchlässigkeit der Kapillargefäße zu hoch, wodurch Plasma in die Zwischenräume von Organen oder im Gewebe austritt und es zu Ödemen und einem Abfall des Blutdrucks kommt.

Alle Fälle wurden über das europäische Überwachungssystem EudraVigilance gemeldet.

Unklar sei allerdings, ob ein Kausalzusammenhang bestehe, wie er zwischen den ungewöhnlichen Thrombosen und der Verimpfung von AstraZeneca/Vaxzevria besteht. Die aufgetretenen Fälle sollen nun untersucht werden.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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