"Impftourismus" aus Italien: Hotel mit Klartext zu Beteiligung der Bundesregierung

München/Rom (Italien) - Im Fall der Coronavirus-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung nun dementiert.

Mitarbeiter einer Ferienanlage in Italien waren Berichten zufolge für eine Corona-Impfung nach München gereist. (Symbolbild)
Mitarbeiter einer Ferienanlage in Italien waren Berichten zufolge für eine Corona-Impfung nach München gereist. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

"Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert", erklärte eine Sprecherin des Forte Village am Montag in Bayern.

Mehr als 100 Mitarbeiter der Ferienanlage auf Sardinien waren Medienberichten zufolge für eine Corona-Impfung in den Freistaat gereist.

Demnach wurden sie am Münchner Flughafen entsprechend gegen Covid-19 immunisiert.

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Ein Manager des Hotels hatte in Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, dort Gäste zu empfangen.

Das Hotel habe für diesen Service auch bezahlt. Für Aufregung sorgten dann die Aussagen eines Arztes, der die Impfungen mitverabreicht haben soll.

Er hatte im entsprechenden Interview von Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation der Impfung beteiligt gewesen. Er wolle mit dieser Sache jedoch nichts zu tun haben.

Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen, wie der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung berichteten.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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