Impfzentren verschlingen Hunderte Millionen: Bleiben sie trotzdem geöffnet?

Berlin - Über die Zukunft der Berliner Impfzentren ist noch nicht im Detail entschieden worden.

Noch ist unklar, ob alle Berliner Impfzentren bis Ende September in Betrieb bleiben.
Noch ist unklar, ob alle Berliner Impfzentren bis Ende September in Betrieb bleiben.  © dpa/Christophe Gateau

"Wie viele noch bis Ende September betrieben werden, ist nicht klar", sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonntag. Es sei aber nicht vorgesehen, dass alle sechs Impfzentren weiter genutzt würden.

Für das dritte Quartal seien für sie zusätzliche 214 Millionen Euro geplant. Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" (Sonntag) über das Thema berichtet. Danach ist das Personal der größte Kostenfaktor, weit vor der Miete.

Das Impfzentrum in der Arena-Halle in Treptow startete als berlinweit erstes bereits kurz nach Weihnachten. Es folgten die Impfzentren im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding, auf dem Messegelände in Charlottenburg, im ehemaligen Flughafen Tegel, im Velodrom in Pankow und im Hangar 4 des früheren Flughafens Tempelhof. Der Betrieb der Impfzentren war zunächst nur bis Mai geplant.

Wie lange sie in welchem Umfang noch gebraucht werden, wenn immer mehr Arztpraxen in die Corona-Impfungen einbezogen werden, gilt als umstritten.

Das Impfzentrum im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof nahm zuletzt den Betrieb auf.
Das Impfzentrum im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof nahm zuletzt den Betrieb auf.  © dpa/Tobias Schwarz/AFP-POOL

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD), hatte am vergangenen Montag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern betont, Impfzentren würden noch lange gebraucht, auch wenn die Infrastruktur aufwendig und teuer sei.

Gerade wenn zunehmend mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, hätten die Impfzentren "noch sehr lange ihre Berechtigung".

Titelfoto: dpa/Tobias Schwarz/AFP-POOL

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