Corona-Infizierte schleppen Virus in ihre Heimat ein, jetzt droht der Knast

Brisbane - Gegen drei junge Australierinnen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren laufen in ihrem Heimatland Ermittlungen, weil sie nach ihrer Rückkehr in den Bundesstaat Queensland falsche Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus gemacht und das Coronavirus offenbar fahrlässig weitergegeben haben. 

Drei Frauen hatten falsche Angaben nach ihrer Rückkehr nach Brisbane gemacht. Jetzt droht ihnen eine Gefängnisstrafe. (Archivbild)
Drei Frauen hatten falsche Angaben nach ihrer Rückkehr nach Brisbane gemacht. Jetzt droht ihnen eine Gefängnisstrafe. (Archivbild)  © Unsplash/brisbanelocalmarketing

Diana Lasu, Olivia Winnie Muranga und eine weitere namentlich unbekannte Frau sollen nach Angaben von "The Australian" am 21. Juli eine Flugreise von Melbourne (Bundesstaat Victoria) nach Brisbane (Queensland) mit Zwischenhalt in Sydney zurück in die Heimat angetreten haben. 

Dort sollen sie falsche Dokumente vorgelegt beziehungsweise falsche Angaben gemacht und damit eine mögliche Infizierung mit Covid-19 verheimlicht haben. Für Reisende aus Victoria gibt es seit Anfang Juli Einreisebeschränkungen in manchen Bundesstaaten.

Es kam, wie es kommen musste: Zwei der Frauen wurden positiv auf das Virus getestet, die dritte bleibt trotz negativem Testergebnis isoliert. Bei der Schwester einer infizierten Frau wurde Covid-19 ebenfalls nachgewiesen. 

Zwei Schulen in Brisbane (über 2,2 Millionen Einwohner) wurden nach dem Corona-Ausflug des weiblichen Trios geschlossen. Laut Medienberichten das Parklands Christian College und die Chatswood Hills State School, weil dort eine der jungen Frauen und die ebenfalls infizierte Schwester arbeiteten. Auch mehrere Unternehmen mussten nach der Auswertung der Infektionsketten dichtmachen. 

Die drei teilweise Corona-positiven Frauen, die nach ihrer Rückkehr in mehreren Bars und Restaurants verkehrten, droht schlimmstenfalls eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren wegen Betrugs.

Nachdem sich das Trio zuerst weigerte, mit den Behörden zu kooperieren, arbeitet es mittlerweile mit Polizei und dem Gesundheitsamt zusammen. 

Panik bei der Bevölkerung von Brisbane

Nach Bekanntwerden der beiden Covid-19-Infektionen in Verbindung mit dem Besuch von Lokalen, hat es eine wahre Flut an Bewohnern von Brisbane gegeben, die in Testkliniken nachweisen lassen wollten, ob auch sie infiziert sind. Lokalen Berichten zufolge warteten einige von ihnen freiwillig fünf Stunden. 

Queensland hat aktuell etwa elf aktive Corona-Fälle, insgesamt hatten sich bisher rund 1100 Menschen infiziert. 

Titelfoto: Unsplash/brisbanelocalmarketing

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