Jede Stadt macht es anders: Unklarheiten bei der Silvester-Böllerei

Dresden - In vier Tagen begrüßen wir das neue Jahr. Doch am Himmel dürfte es dann weit weniger bunt zugehen als in den Vorjahren. Denn vielerorts soll das traditionelle Silvesterfeuerwerk verboten werden.

Feuerwerk erhellt vor der Frauenkirche den Abendhimmel. Zu Silvester werden die Dresdner auf diesen Anblick verzichten müssen - Feuerwerksverbot!
Feuerwerk erhellt vor der Frauenkirche den Abendhimmel. Zu Silvester werden die Dresdner auf diesen Anblick verzichten müssen - Feuerwerksverbot!  © Sebastian Kahnert/dpa

In Sachen Böllerei droht Sachsen ein Regulierungs-Chaos. Denn jede Kommune geht mit dem Feuerwerk zum Jahreswechsel anders um. Grund: Die aktuelle sächsische Corona-Schutz-Verordnung verbietet nur den Feuerwerksverkauf.

Es wird darin zwar "dringend abgeraten", bereits vorhandenes Feuerwerk abzubrennen. Verboten ist es aber nicht. Der Freistaat überlässt es mithin den Kommunen, ob und wo geknallt werden darf.

So will etwa Dresden am Montag eine Allgemeinverfügung veröffentlichen, mit der ein Böllerverbot für das gesamte Stadtgebiet angeordnet wird. Das Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik jeglicher Art wäre dann untersagt.

In Görlitz ist auf vier Straßen und der Altstadtbrücke zu Silvester das Abbrennen von Pyrotechnik verboten. OB Octavian Ursu (53, CDU) hatte dazu bereits eine Polizeiverordnung erlassen.

In Leipzig wird aktuell an einer Allgemeinverfügung gearbeitet. Ob in der kompletten Stadt die Böllerei verboten wird oder nur in bestimmten Zonen, ist noch unklar.

Aus der Chemnitzer Stadtverwaltung hieß es, dass man sich mit anderen Städten abstimmen wolle, bevor eine Verfügung erlassen werde. In Zwickau ist einem Sprecher zufolge keine Böllerverbotszone geplant.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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