Kampf gegen das Coronavirus: Impfungen "to go" und ohne Termin in Bayern!

Von Marco Hadem, Christoph Trost, Daniel Josling, Michael Donhauser

München - Menschen sollen sich in Bayern künftig ohne Vorab-Registrierung und Termin, landkreis- sowie bundeslandübergreifend und auch bei mobilen Impfteams gegen das Coronavirus impfen lassen können.

Es soll möglich sein, dass Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination vorgenommen werden. (Symbolbild)
Es soll möglich sein, dass Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination vorgenommen werden. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Solche Impfteams sollen sich etwa vor Geschäften, auf Märkten oder bei Sportveranstaltungen aufstellen. Impfzentren sollen ergänzend auch Drive-in-Schalter anbieten können. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen.

Ziel sei es, den Impfstoff vor allem mithilfe mobiler Teams zu den Menschen zu bringen, hieß es.

Dabei helfen sollen nach dem Willen des Kabinetts Partner wie Hotel- und Gaststättenverband, Jugendring, Sport- und Wirtschaftsverbände, aber auch die Betreiber großer Einkaufszentren.

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Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) sagte zum Wegfall der Registrierungspflicht, jeder solle auch so eine Impfung bekommen. "Wer kommt, bekommt." Er sprach von Impfen "to go" in Schwimmbädern und bei Vereinen oder "am oder im Wirtshaus".

Auch mit Fast-Food-Ketten werde über die Etablierung von Angeboten gesprochen.

Verkaufsoffene Sonntage, Markttage, Supermärkte und Malls sollten in die Überlegungen mit einbezogen werden, Söder nannte als weitere Beispiele aber auch Arbeitsämter oder Jobcenter.

Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination

Zudem soll es künftig möglich sein, dass Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination vorgenommen werden.

Impfzentren sollen "Familiensonntage" für Eltern und Kinder ab zwölf Jahren anbieten können, "vielleicht mit einem kleinen Eis hinterher für die Jüngeren", sagte Söder. Er betonte: "Wir müssen jetzt den Sommer nutzen, so viel wie möglich zu machen."

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) räumte ein: "Der Kampf um den Impfstoff ist zum Kampf um den Impfling geworden." Es liege jetzt aber in der Hand von jedem. "Es ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, aus dem sich keiner wegducken kann."

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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