Markus Söder: Kurzfristig 100.000 Impfdosen zusätzlich für Grenz-Hotspots!

München - Gute Nachrichten in schweren Zeiten: Die bayerischen Coronavirus-Hotspots an der Grenze zu Tschechien sollen kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen.

Markus Söder (54, CSU) hat angekündigt, dass die Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen.
Markus Söder (54, CSU) hat angekündigt, dass die Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen.  © Matthias Balk/dpa Pool/dpa

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Mittwoch nach einer Mitteilung der EU an.

"Gute Nachricht für die Grenzregion in Bayern. Es kommen noch im März 100.000 Impfdosen extra", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur.

Damit gebe es mit den schon versprochenen Sonderzuteilungen insgesamt 150.000 Dosen zusätzlich für die von der britischen Virusvariante besonders betroffenen Grenzregionen.

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"Das ist eine echte Perspektive für Ostbayern. Denn wo aufgrund der hohen Inzidenzen nicht gelockert werden kann, muss mehr immunisiert und geimpft werden."

Die Landkreise sollen nach Worten Söders beim Impfen auch etwas freier agieren können. "Die Landkreise sollen weitgehend selbst und flexibel entscheiden können, wer geimpft werden soll.

Damit können auch andere Gruppen schneller an die Reihe kommen." Er habe sich sowohl bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) als auch bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) dafür eingesetzt, berichtete Söder.

"Jetzt ist die positive Nachricht da", erklärte er in München.

EU-Staaten sollen gezielt in Corona-Hotspots impfen können

Zuvor hatte von der Leyen in Brüssel mitgeteilt, dass die Hersteller Biontech und Pfizer in den nächsten beiden Wochen vier Millionen Dosen Corona-Impfstoff zusätzlich an die Europäische Union liefern wollen.

Man habe das Zusatzpaket ausgehandelt, damit die EU-Staaten gezielt in Corona-Hotspots impfen und die Ausbreitung der gefürchteten Virusvarianten bremsen könnten, erklärte sie. Von dem zusätzlichen Kontingent könnte Deutschland nach dem internen EU-Verteilungsschlüssel 18,6 Prozent bekommen, rund 740.000 Dosen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa Pool/dpa

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