Kann bald geimpft werden? Corona-Impfstoff bietet mehr als 90-prozentigen Schutz!

Mainz - Erstmals gibt es zu einem für Europa maßgeblichen Corona-Impfstoff Zwischenergebnisse aus der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase. 

Der Corona-Impfstoff ist damit in greifbarer Nähe. (Symbolfoto)
Der Corona-Impfstoff ist damit in greifbarer Nähe. (Symbolfoto)  © Christoph Schmidt/dpa

Wie das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech am Montag mitteilte, bietet seine Impfung diesen Daten zufolge einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19

Weiter hieß es, Biontech und der Pharmariese Pfizer wollten voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

Erfolgversprechende Daten zur Wirksamkeit eines Corona-Impfstoffkandidaten haben die Aktien von Biontech und Pfizer am Montag im vorbörslichen US-Handel angetrieben.

Für die Papiere des US-Pharmakonzerns Pfizer ging es um rund 9 Prozent aufwärts, die Papiere des Mainzer Biotechunternehmens schnellten um rund 16 Prozent auf 107 US-Dollar nach oben. 

Update, 14 Uhr: Spahn sieht Impfstoff-Fortschritt bei Biontech als "sehr ermutigend"

Spahn äußerte sich positiv zum getesteten Impfstoff von Biontech.
Spahn äußerte sich positiv zum getesteten Impfstoff von Biontech.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Fortschritte des Mainzer Unternehmens Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer bei einem Corona-Impfstoff als "sehr ermutigend bezeichnet". 

Spahn sagte, die Ergebnisse zeigten, "dass dieser Impfstoff einen Unterschied macht". 

Es freue ihn sehr, dass ein deutsches Unternehmen zu den ersten mit solchen Erfolgen zähle. Gleichwohl müssten natürlich weitere Erfahrungen abgewartet werden. "Das heißt noch nicht, dass morgen die Zulassung erfolgt."

Spahn erläuterte, eine Zulassung bei der FDA wäre zuerst einmal eine Zulassung in den USA. "Es kann dadurch eine zeitliche Differenz entstehen zwischen amerikanischer und europäischer Zulassung." 

Doch gehe er von einer parallelen Beantragung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA aus. 

Als deutscher Gesundheitsminister wolle er erreichen, dass ein Impfstoff eines deutschen Unternehmens "nicht zuerst in anderen Ländern zur Verfügung steht."

Das schon laufende Verfahren (Rolling-Review-Verfahren), in dem bereits vor dem kompletten Zulassungsantrag einzelne Teile eingereicht werden, bedeute nicht, "dass die Anforderungen gesenkt werden", versicherte Spahn. Der Prozess könne so aber schneller gehen.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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