Kapazität der Berliner Corona-Labore zu 95 Prozent ausgeschöpft

Deutschland/Welt - Das Coronavirus hat die Welt weiterhin fest im Griff. In Deutschland und weiteren Ländern steigen die Infektionszahlen wieder. Aus Berlin kommt nun die überraschende Meldung, dass alle Corona-Labore bereits am Limit arbeiten.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus findet Ihr in unserem >>> Corona-Liveticker.

Update, 7. Oktober, 22.40 Uhr: Kapazität der Berliner Corona-Labore zu 95 Prozent ausgeschöpft

Die Kapazität der Corona-Labore in Berlin war in der vergangenen Woche einem rbb-Bericht zufolge bereits zu 95 Prozent ausgeschöpft. "Die Labore arbeiten im Moment am Limit, um die Ergebnisse möglichst schnell zu liefern", sagte Cornelia Wanke, Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), im Gespräch mit rbb24. Sollte die Zahl der eingesendeten Proben in Berlin in den kommenden Wochen weiter zunehmen, sei mit ersten Verzögerungen bei den Befunden zu rechnen.

In der Millionenstadt steigen die Corona-Zahlen seit Tagen sehr schnell. Und seit Dienstag ist klar: Berliner, die im Herbst Urlaub in Deutschland planen, müssen in den meisten Bundesländern bei Anreise wohl bald einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen, damit Beherbergungsbetriebe sie aufnehmen. Diese Regel gilt vielerorts für Gäste aus Orten, in denen es an den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner mehr als 50 nachweislich Infizierte gab. Am Dienstag lag der Wert für Berlin knapp darunter: bei 47,2.

In der Woche bis zum 4. Oktober wurden nach Angaben der Fachgemeinschaft rund 52.500 Proben auf das Coronavirus analysiert. Die Kapazitätsgrenze liegt in Berlin laut Wanke bei 55.080 Tests pro Woche.

Ein Mann pipettiert in einem Labor eines biopharmazeutischen Unternehmens eine blaue Flüssigkeit.
Ein Mann pipettiert in einem Labor eines biopharmazeutischen Unternehmens eine blaue Flüssigkeit.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 7. Oktober, 22.26 Uhr: Erkrankter Trump im Oval Office

Der an Covid-19 erkrankte US-Präsident Donald Trump ist am Mittwoch zeitweise an seinen Arbeitsplatz im Oval Office zurückgekehrt. Er sei unter anderem über die Entwicklung rund um den Hurrikan Delta informiert worden, sagte Sprecher Brian Morgenstern. Laut Medienberichten hatten sich Trump-Vertraute in den vergangenen Tagen eher dafür ausgesprochen, dass er in seinem Wohnquartier bleiben und nicht ins Oval Office gehen solle. Der Präsident dürfte noch ansteckend sein.

Trump war am Montagabend nach drei Tagen im Krankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley hat er keine Symptome, das Weiße Haus hält sich aber mit konkreten Details zu seinem Gesundheitszustand zurück. Seit einem unmittelbar nach der Rückkehr aufgenommenen Video wurde der Präsident bisher nicht gesehen.

Update, 7. Oktober, 22 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Eisschnellläufern - Verband verhängt Lockdown

Das Spitzensportteam der deutschen Eisschnellläufer muss nach zwei positiven Corona-Fällen im Trainingszentrum in Inzell komplett in Quarantäne.

Das haben Verbandspräsident Matthias Große, seine Generalbevollmächtigte für fachsportliche Aufgaben, Nadine Seidenglanz, sowie Verbandsarzt Gerald Lutz gemeinsam beschlossen, teilte die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) am Mittwochabend mit.

"Alle DESG-Sportler, die sich derzeit in Inzell aufhalten, begeben sich in einen Lockdown, bis sie einen negativen Test vorweisen können", zitierte der Verband aus dem Beschluss.

Update, 7. Oktober, 21.39 Uhr: Entertainer Frank Zander sagt Weihnachtsfeier für Bedürftige ab

Der Berliner Entertainer Frank Zander hat seine diesjährige Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

"Als Veranstalter trage ich eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Gästen, Helfern und Partnern", schrieb Zander (78) am Mittwoch bei Facebook. "Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere Gäste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen."

Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen seien für ihn und das Team nicht umsetzbar. Zuerst hatte die "B.Z" online darüber berichtet.

Der Sänger Frank Zander serviert im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für Menschen von der Straße Gänsebraten an seine Gäste.
Der Sänger Frank Zander serviert im Hotel Estrel beim traditionellen Weihnachtsessen für Menschen von der Straße Gänsebraten an seine Gäste.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Oktober, 21.33 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit 18.746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand erzielt. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Gesundheitsminister Olivier Véran will am diesem Donnerstag über die aktuelle Lage berichten. Staatschef Emmanuel Macron stimmte die Franzosen bei einem TV-Interview am Abend bereits auf zusätzliche Einschränkungen ein, wie es sie in den Metropolen Paris und Marseille bereits gibt. Ins Detail ging der 42-Jährige dabei aber nicht.

Update, 7. Oktober, 21.20 Uhr: Conte wirbt für Italien als Urlaubsziel - Corona-Zahlen steigen stark

Ungeachtet der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen hält der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte sein Land für ein geeignetes Urlaubsziel. 

"Gerade die angemessen strengen Maßnahmen, die wir soeben beschlossenen haben, zeigen, dass wir im Umgang mit dem Virus nicht nachlässig werden", sagte Conte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.) auf die Frage, ob Italien für Touristen aus Deutschland ein sicheres Reiseland sei.

Einreisende aus Risikogebieten würden an den Flughäfen einem Schnelltest unterzogen, dessen Ergebnis nach 15 Minuten vorliege. Das Interview in Rom führten neben der "F.A.Z." auch mehrere internationale Zeitungen.

Conte sagte der "F.A.Z.", der mitunter als "italienisches Wunder" bezeichnete Umstand, dass die zweite Welle der Infektionen in seinem Land bisher flacher verlaufen sei als etwa in Spanien oder Frankreich, sei das Ergebnis der "Opferbereitschaft der gesamten Nation". "In der Erinnerung an die schlimme Frühphase der Pandemie stellen wir uns jetzt im Geist der Verantwortlichkeit und der Vorsicht der aktuellen Phase."

Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, richtet seinen Mund-Nasen-Schutz bei einer Pressekonferenz. Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen
Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, richtet seinen Mund-Nasen-Schutz bei einer Pressekonferenz. Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen  © Mauro Scrobogna/LaPresse/AP/dpa

Update, 7. Oktober, 21 Uhr: Wegen Corona bis zu 115 Millionen Menschen extrem arm

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie steigt die Zahl der weltweit in extremer Armut lebenden Menschen nach Erwartungen der Weltbank um bis zu 115 Millionen Personen.

Der Anteil der extrem armen Menschen vergrößere sich in diesem Jahr erstmals seit mehr als 20 Jahren, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bis 2021 könnten demnach 150 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar (rund 1,60 Euro) pro Tag leben müssen. 9,1 bis 9,4 Prozent der Weltbevölkerung sei erwartbar extrem arm; durch Corona seien 1,4 Prozent mehr betroffen als ursprünglich erwartet.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller sagte: "In diesem Jahr werden bis zu 115 Millionen Menschen in extreme Armut fallen. Das macht viele Fortschritte der letzten drei Jahrzehnte zunichte." Der CSU-Politiker forderte: "Corona führt jetzt erstmals seit Jahren wieder zum Anstieg von Armut und Hunger in der Welt. Jetzt erst recht müssen wir am Ziel einer Welt ohne Hunger und Armut festhalten."

Update, 7. Oktober, 20.15 Uhr: Fußball: Dortmunder Akanji mit Corona infiziert

Im Fußball-Nationalteam der Schweiz gibt es nach Xherdan Shaqiri einen weiteren Corona-Fall. Wenige Stunden vor dem Testspiel am Mittwochabend in St. Gallen gegen Kroatien gab der Schweizer Fußball-Verband (SFV) bekannt, dass Manuel Akanji vom Bundesligisten Borussia Dortmund positiv auf das Virus getestet wurde. 

Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Manuel Akanji von Dortmund (l) ist mit dem Virus infiziert.
Manuel Akanji von Dortmund (l) ist mit dem Virus infiziert.

Update, 7. Oktober, 19.48 Uhr: Arzt: Trump seit mehr als 24 Stunden ohne Covid-Symptome

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Arztes bereits seit mehr als 24 Stunden keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung mehr.

Er habe nun zudem den vierten Tag in Folge kein Fieber mehr und habe auch sonst im Bereich des normalen Spektrums "stabile" Werte, teilte Sean Conley in einem am Mittwoch vom Weißen Haus veröffentlichten Schreiben mit.

Auch die Sauerstoffsättigung in seinem Blut und die Atmung seien gut, hieß es weiter. Der Präsident habe seit dem Beginn seines Krankenhausaufenthalts am Freitag keinen zusätzlichen Sauerstoff verabreicht bekommen. Trump habe am Mittwochmorgen (Ortszeit) gesagt, "ich fühle mich toll", schrieb der Leibarzt.

Update, 7. Oktober, 19.25 Uhr: Rumänien, Tunesien sowie andere Länder und Regionen sind Risikogebiete

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste am Mittwochabend entsprechend. Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam am Mittwoch Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist.

Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Es wurde erwartet, dass das Auswärtige Amt noch am Mittwochabend für alle diese Gebiete eine Reisewarnung ausspricht.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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