Kassel: Infektionen von Reise-Rückkehrern zu spät aus Bayern gemeldet

Kassel - Der Stadt Kassel sind eigenen Angaben zufolge Corona-Infektionen von Reise-Rückkehrern verspätet aus Bayern gemeldet worden.

Obwohl die Testergebnisse schon vor Tagen genommen worden waren, erreichten sie die Gesundheitsämter erst am Freitag (Archivbild).
Obwohl die Testergebnisse schon vor Tagen genommen worden waren, erreichten sie die Gesundheitsämter erst am Freitag (Archivbild).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In der Stadt sei die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle binnen eines Tages um 26 deutlich angestiegen, hieß es am Samstag. Im Landkreis Kassel sei die Zahl der aktuell Infizierten um 6 auf 24 gestiegen.

"Ein Großteil der betroffenen Personen ist von Reisen aus der Balkanregion zurückgekehrt", heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien diese Personen bereits vor mehreren Tagen bei ihrer Einreise nach Deutschland an der Grenze in Bayern getestet worden.

"Die positiven Test-Ergebnisse sind der Stadt Kassel jedoch erst am Freitag, 14. August, mitgeteilt worden."

"Zwar sind die Infektions-Zahlen vergleichsweise stark gestiegen, dennoch sehen wir derzeit keinen Anlass, um für das Gebiet der Stadt Kassel lokale Einschränkungen zu verfügen", teilte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) mit.

Infektions-Zahlen sind in Kassel vergleichsweise stark gestiegen

Aber es sei Vorsicht geboten, so Geselle. Die jüngsten Infektionen gingen aber nicht nur auf Urlaubs- und Auslands-Aufenthalte zurück, sondern auch auf Ereignisse innerhalb von Familien.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44.000 Tests, die in Bayern meist an den mobilen Test-Zentren an Autobahn-Raststätten von Urlaubs-Rückkehrern genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren.

Darunter sollen auch mehr als 900 positive Tests sein.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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