Kein vollständiger Impfschutz: 18 Senioren sterben nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Rudolstadt - Insgesamt 18 Menschen sind nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Rudolstadt (Thüringen) gestorben.

Die überwiegende Mehrheit der verstorbenen Senioren war nicht geboostert. (Symbolfoto)
Die überwiegende Mehrheit der verstorbenen Senioren war nicht geboostert. (Symbolfoto)  © Christoph Schmidt/dpa

Bei 14 von ihnen bestand kein vollständiger Impfschutz, wie das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Freitag mitteilte.

Nur eine Person habe demnach drei Impfungen erhalten, drei weitere waren doppelt geimpft. Bei einer ersten Meldung von vergangener Woche hatte das Landratsamt berichtet, dass Angehörige von Heimbewohnern diesen von der Impfung abgeraten hatten (TAG24 berichtete).

Damals waren sieben Tote gezählt worden. Von 141 Heimbewohnern war rund ein Drittel nicht geimpft, heißt es in der Mitteilung vom heutigen Freitag.

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Behauptungen in sozialen Netzwerken, wonach die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Booster-Impfung stünden, widersprach das Landratsamt und verwies auf den Anteil der Ungeimpften unter den Todesfällen. Auch habe es genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen gegeben.

"Die Nicht-Impfung ist in diesen Fällen also eine bewusste Entscheidung der Bewohner beziehungsweise von deren Angehörigen und Betreuern und liegt nicht an Terminengpässen in der Impfstelle", so das Landratsamt.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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