Keine Corona-Lockerungen in Sicht: Flensburg will Regeln verschärfen

Kiel/Flensburg - Flensburg will aus Sorge vor sich ausbreitenden Corona-Mutationen schärfere Corona-Regeln in der Stadt einführen.

Für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein allgemein zeichnen sich in der Corona-Pandemie erste Lockerungsschritte ab. (Symbolbild)
Für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein allgemein zeichnen sich in der Corona-Pandemie erste Lockerungsschritte ab. (Symbolbild)  © dpa/Philipp von Ditfurth

Darüber sei man mit der Landesregierung, die grünes Licht dafür geben muss, im Gespräch, sagte Oberbürgermeisterin Simone Lange (44, SPD) am Mittwoch.

In Flensburg könne man im Moment leider nicht an Lockerungen denken. Unter anderem ist geplant, dass spätestens von kommender Woche an nur noch eine Person pro Haushalt einkaufen gehen darf.

Auch Lockerungsschritte im Bereich Schule und Kitas sieht Lange in Flensburg bis Ende des Monats "auf keinen Fall". Lange appellierte zudem an alle Flensburger und Flensburgerinnen, die geltenden Abstands- und Maskenregeln einzuhalten.

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So sei beispielsweise auch beim Rodeln eine Maske zu tragen, wenn nicht genügend Abstand eingehalten werden kann.

Flensburg weise einen sehr hohen Anteil an nachgewiesenen Mutationen auf, sagte Lange. Insgesamt gebe es 170 bestätigte Mutationsfälle in Flensburg.

Bei mindestens 40 von ihnen handelt es sich demnach um die britische Variante.

Keine Lockerungen für Flensburg in Sicht

Die Zahl der aktiven Infektionen insgesamt lag in der Stadt Stand Dienstagabend bei 494. Der Inzidenzwert für Flensburg liegt nach Angaben der Landesregierung aktuell bei 113,1. An Lockerungen werde man in Flensburg erst denken können, wenn Inzidenz- und Mutationsgeschehen nachweislich eingedämmt werden können, sagte Lange.

Die 7-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein liegt bei 60,4, wie aus vom Gesundheitsministerium in Kiel am Dienstagabend veröffentlichten Zahlen hervorgeht (Datenstand: 9. Februar, 21.01 Uhr). Als Zielmarke gelten weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein allgemein zeichnen sich in der Corona-Pandemie indes erste Lockerungsschritte ab. Die Landesregierung will Entscheidungen dazu nach der Ministerpräsidentenkonferenz bekannt geben, die am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) berät.

Am Donnerstag wird sich dann der Landtag in einer Sondersitzung mit der Situation befassen.

Titelfoto: dpa/Philipp von Ditfurth

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