Klinik im Notbetrieb: Leichter erkrankte Covid-Patienten bekommen eigene Station

Altenburger Land - Das Klinikum Altenburger Land hat mit drastischen Maßnahmen auf die steigenden Infektionszahlen reagiert.

Im Klinikum Altenburger ist auf Notbetrieb umgestellt worden. (Symbolbild)
Im Klinikum Altenburger ist auf Notbetrieb umgestellt worden. (Symbolbild)  © 123RF/Evgeny Kostsov

"Eine steigende Anzahl an Corona-Patienten und gleichzeitig sehr hohe krankheitsbedingte Ausfälle im Pflegedienst lassen uns keine andere Wahl", erklärt Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Ärztlicher Direktor des Klinikums auf der Internetseite des Landkreises.

Demnach werden ab sofort keine planbaren Operationen und Behandlungen mehr stattfinden. Patienten mit einem geplanten Termin werden vom Klinikum telefonisch benachrichtigt, heißt es.

Außerdem werde der ambulante OP-Bereich geschlossen. Mit dieser Maßnahme weitet das Klinikum die Kapazitäten in der Intensivmedizin aus.

Darüber hinaus werden weitere Stationen im Bereich der Chirurgie geschlossen bzw. zusammengelegt, wie es auf der Homepage des Landkreises zu lesen ist.

Leichter erkrankte Covid-Patienten erhalten durch die einschneidenden Maßnahmen eine komplette Stationsebene. Die Abteilung Geburtshilfe bleibt dagegen von den Veränderungen unberührt.

Ärztlicher Direktor dankt Mitarbeitern in Rundmail

"Ich danke ausdrücklich allen Pflegekräften, die jeden Tag auf Arbeit kommen und ihren Job machen, die auf anderen Stationen helfen, deren Teams komplett durcheinandergewirbelt werden, die einspringen, wenn Not am Mann ist (und das ist es)", schrieb Prof. Berrouschot in einer Rundmail an die Mitarbeitenden des Klinikums.

Bis auf Weiteres sind keine Besuche, auch von näheren Angehörigen, erlaubt. Im Einzelfall entscheiden die Ärzte und Pflegekräfte über den Besuch schwerkranker Menschen.

Titelfoto: 123RF/Evgeny Kostsov

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