Ernster Hintergrund: Krankenschwester bricht in Tränen aus

York (Großbritannien) - Die Coronakrise greift auch im Vereinigten Königreich um sich und sorgt für teils völlig fassungslose Menschen. So wie ihm Fall von Krankenschwester Dawn Bilbrough.

Krankenschwester Dawn Bilbrough ist völlig verzweifelt.
Krankenschwester Dawn Bilbrough ist völlig verzweifelt.  © Screenshot/Facebook/Dawn Bilbrough

Intensivschwester Dawn Bilbrough aus dem britischen York hatte gerade eine 48 Stunden-Schicht hinter sich gebracht und wollte auf dem Weg ins Bett nur noch schnell etwas einkaufen.

Doch als die 51-Jährige den Supermarkt betrat, war sie geschockt. Genauso wie in Deutschland haben die Engländer ihre Märkte gehamstert und nicht mehr viel an Ware übrig gelassen:

"Es gibt kein Obst, kein Gemüse und ich weiß nicht, wie ich gesund bleiben soll. Die Leute, die die Regale leer räumen, haben Grundnahrungsmittel. Stoppt das, bitte!"

Während Bilbrough weiterredet, muss sie immer mehr um Fassung ringen, Tränen der Verzweiflung sammeln sich in ihren Augen.

Nochmal fordert sie dazu auf, diesen Wahnsinn zu stoppen und an Menschen wie sie zu denken.

Und die Supermärkte scheinen zu reagieren. Nicht zuletzt ihr Beispiel hat dafür gesorgt, dass es für gewisse Lebensmittel inzwischen Mengenbegrenzungen gibt. Zudem haben einige Läden ihre Öffnungszeiten angepasst, um der gestiegen Nachfrage Herr zu werden und die Regale wieder auffüllen zu können.

Boris Johnson fordert Bevölkerung zur Vernunft auf

Premier Minister Boris Johnson forderte seine Bevölkerung unterdessen zur Vernunft auf. Laut Metro sagte er am Donnerstag: "Wir haben gute Lieferketten, von der Farm bis zum Verteiler, es gibt keinen Grund, warum Geschäfte leer sein sollen. Natürlich versteht jeder, warum Leute Sachen kaufen. Uns allen wird geraten, zu Hause zu bleiben, wenn wir glauben, Symptome zu haben. Aber bitte sei vernünftig. Sei vernünftig beim Einkaufen, sei rücksichtsvoll und nachdenklich gegenüber anderen, während du es tust."

Ob sich die Bevölkerung an diesen Appell hält, werden auch in Großbritannien die nächsten Tage und Wochen zeigen.

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Titelfoto: Screenshot/Facebook/Dawn Bilbrough

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