Krankenschwester reist quer durch die USA, um zu helfen - dann folgen zwei Horror-Nachrichten

Phoenix - Wenn die helfende Hand plötzlich selber Hilfe benötigt. Helene Neville aus Phoenix im US-amerikanischen Arizona ist seit über drei Jahrzehnten Krankenschwester. Im Zuge der Corona-Pandemie reiste sie in den vergangenen Monaten quer durchs Land, um ihre Hilfe da anzubieten, wo die medizinische Versorgung am meisten fehlte. Dann kam plötzlich eine doppelte Hiobsbotschaft.

Helene mit ihrem Sohn im Arm. Sie ist eine Frohnatur.
Helene mit ihrem Sohn im Arm. Sie ist eine Frohnatur.  © Screenshot/Facebook Helene Neville

Krebs und Corona. Die Mutter zweier Kinder half über Monate anderen, bis sie Mitte Oktober plötzlich die Nachricht bekam, sie habe Krebs.

Inmitten eines Einsatzes fühlte sie sich über Tage schlapp, ließ sich durchchecken und bekam dann die schreckliche Diagnose.

Um genau zu sein, handelt es sich um das Non-Hodgkin-Lymphom, ein Krebs, welcher von weißen Blutkörperchen ausgeht und sich bei ihr über Milz und Leber ausbreitet.

Doch damit nicht genug, die "reisende Krankenschwester", welche innerhalb der vorigen Monate unter anderem in North Dakota und New Mexico aushalf, sollte ursprünglich am 19. November mit der Chemotherapie beginnen.

Allerdings macht ihr nun ausgerechnet die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. In der letzten Untersuchung vor dem Start wurde sie positiv auf das Virus getestet, ihre Chemo um einen Monat nach hinten verschoben, diese wäre schlicht zu gefährlich.

Für sie und ihre Familie ein weiterer Schlag.

Helene Neville bleibt positiv: "Es gibt immer jemanden, der weniger Glück hat"

"Es fühlt sich ziemlich surreal und unglaublich an, wie das alles passiert ist", so Helene gegenüber Metro.

Doch sie will kämpfen und nicht aufgeben, trotz der beinah ironischen Wendung ihres Schicksals.

Die passionierte Läuferin macht sich selbst Mut, versucht, nicht in Selbstmitleid zu versinken. "Es gibt immer jemanden, der weniger Glück hat - und so muss ich versuchen, ein Beispiel für andere Menschen zu sein, dass es im Leben auch Hoffnung gibt."

Ihr Ziel ist es, noch mindestens vier Jahre zu leben, ihre Krankheit so gut es geht im Zaume zu halten. Ihre Ärzte unterstützen sie, wenngleich sie auch wissen, dass sie vielleicht schon bald nicht mehr leben könnte.

Gegenüber KXNet sagte Helene, sie wolle 40 Berufsjahre noch erreichen. Das bleibt ihr und nicht zuletzt ihrer Familie zu wünschen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Helene Neville

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