Kreis Heinsberg: Landrat bittet China um Corona-Hilfe

Kreis Heinsberg/NRW - Der Landrat des vom Coronavirus in Nordrhein-Westfalen besonders betroffenen Kreis Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat China um Unterstützung bei Schutzmaterialien gebeten.

Stephan Pusch, Landrat des Kreis Heinsberg, steht in der Feuerwache, wo von der Bundeswehr Schutzkleidung angeliefert wird.
Stephan Pusch, Landrat des Kreis Heinsberg, steht in der Feuerwache, wo von der Bundeswehr Schutzkleidung angeliefert wird.  © Jonas Güttler/dpa

Die im Kreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage, schrieb Push am Montag in einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping.

Im Kampf gegen das Virus hätten die Verantwortlichen in China immer wieder betont, wie wichtig ausreichendes Schutzmaterial sei, schrieb Pusch in dem Brief, der an die chinesische Botschaft in Berlin andressiert ist. 

"Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können – was mehr als schwierig ist – hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheitssystem im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung", heißt es in dem Schreiben weiter.

Da Mediziner in China offensichtlich auch die meisten Erfahrungen im Umgang mit Eindämmung und Bekämpfung des Corona-Virus gemacht hätten, wäre ihm auch an einem fachlichen Erfahrungsaustausch gelegen. 

Bundeswehr half Kreis Heinsberg nach Anfrage

Die Bundeswehr half dem Kreis Heinsberg am Wochenende und verteilte einige Tausend Masken und Kittel.
Die Bundeswehr half dem Kreis Heinsberg am Wochenende und verteilte einige Tausend Masken und Kittel.  © Jonas Güttler/dpa

Bei über 1000 Infizierten habe der Kreis 21 Tote zu beklagen. Im Übrigen könne er sich eine Partnerschaft des Kreises mit der von der Epidemie besonders betroffenen chinesischen Provinz Wuhan gut vorstellen.

Die Bundeswehr hatte am Sonntagmorgen damit begonnen, Nothilfe an den von der Ausbreitung der Coronakrise besonders betroffenen Kreis Heinsberg zu leisten.

Dazu übergaben Soldaten den Hilfskräften in Erkelenz 3000 Atemschutzmasken und 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken sowie 8000 Kittel.

Außerdem stellte die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung, wie das Landeskommando NRW der Bundeswehr mitteilte.

Der Landkreis an der Grenze zu den Niederlanden gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle mit dem Coronavirus und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten. 

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Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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