Corona: Bayern zu voreilig? Zoff zwischen Laschet und Söder

München/Berlin - Bei den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise hat es dem Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen CSU-Chef Markus Söder und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) gegeben. 

CSU-Chef Markus Söder (l.) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) sollen sich gezofft haben. (Archivbild)
CSU-Chef Markus Söder (l.) und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) sollen sich gezofft haben. (Archivbild)  © Wolfgang Kumm/dpa

Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag "ohne Absprache" mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. 

Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. Dies berichtete auch die "Bild"-Zeitung.

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen

Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. 

Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

Darüber hinaus soll Laschet, so berichten Teilnehmer, in der Telefonkonferenz gemeinsam mit weiteren Bundesländern ein Maßnahmenpapier vorgelegt haben. 

Dies wurde aber in den Beratungen dem Vernehmen nach nicht weiter verfolgt, da Merkel ihrerseits ein eigenes Papier zur Grundlage machte.

Geradlinig im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus: CSU-Chef Markus Söder. (Symbolbild)
Geradlinig im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus: CSU-Chef Markus Söder. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

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Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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