Lauterbach mit Delta-Alarm: Was schon bald auf Reiserückkehrer zukommen kann

Von Bettina Grachtrup

Berlin - SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) fordert für Reiserückkehrer verschärfte Corona-Testpflichten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) fordert strengere Kontroll-Mechanismen bei Reiserückkehrern.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) fordert strengere Kontroll-Mechanismen bei Reiserückkehrern.  © Kay Nietfeld/dpa

Wer aus dem Urlaub kommt, solle sich vor der Rückreise testen und dann nochmal fünf Tage nach der Einreise, sagte er am Montag im RTL/ntv-"Frühstart".

"Es wäre eine kluge Regelung, wenn man in den fünf Tagen dazwischen für diejenigen, die aus Risikogebieten kommen, sogar Quarantäne vorsehen würde."

So könne der Reiseverkehr auch aus Staaten außerhalb der Europäischen Union relativ sicher geregelt werden. "Das ist der Preis für den Urlaub: Wenn ich in ein Risikogebiet reise, dann muss ich auch damit rechnen, dass ich danach noch ein paar Tage in Quarantäne bin, bis sichergestellt ist, dass ich mich nicht infiziert habe."

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Unter anderem hatte auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) kritisiert, dass bei Einreisen aus Risikogebieten derzeit ein einmaliger, einfacher Antigen-Test reiche, um Quarantäne zu vermeiden. "Das ist zu unsicher", sagte er der "Welt".

SPD-Vize Kevin Kühnert (31) sagte RTL/ntv mit Blick auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten, es könne nicht genügen, einfach nur Antigen-Schnelltests vorzuweisen bei der Rückkehr.

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Kommen auf Reiserückkehrer demnächst strengere Corona-Regeln und -Pflichten zu?  © Clara Margais/dpa

"Sondern dann muss es ein engmaschiges Kontrollsystem geben, um dafür zu sorgen, dass hier die Virusvarianten nicht noch schneller nach Deutschland eingeschleppt werden, als das nach Adam Riese sowieso in den nächsten Monaten passieren wird."

Kühnert warnte: "Die Lehre aus dem Sommer 2020 ist schon, dass man die Leichtigkeit des Moments nicht mit der Leichtigkeit der Gesamtsituation verwechseln sollte."

Lauterbach rechnete mit einer vierten Corona-Welle im Herbst. Die Frage sei nur, wie groß die werde. Im Herbst seien die Menschen wieder mehr drinnen, die ansteckendere Delta-Variante werde auch in Deutschland den größten Anteil der Infektionen ausmachen.

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Das sei dann vor allem für diejenigen ein Problem, die noch nicht vollständig geimpft seien - also vor allem für Kinder.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Clara Margais/dpa

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