Studie zeigt: Corona-Impfung muss wohl wegen Mutationen angepasst werden

Leipzig - Das Studien-Ergebnis einer Untersuchung von Coronavirus-Mutationen aus Südafrika macht deutlich, dass der aktuelle Impfstoff wohl auch stetig weiterentwickelt werden muss, um wirksam zu bleiben.

Der aktuelle Corona-Impfstoff könnte gegen einige Mutationen womöglich nicht wirken. (Symbolbild)
Der aktuelle Corona-Impfstoff könnte gegen einige Mutationen womöglich nicht wirken. (Symbolbild)  © instaphotos/123RF

Zu diesem Schluss kommt der Impfstoff-Forscher der Uniklinik Leipzig, Dr. Torben Schiffner nach der Auswertung.

Im Gespräch mit dem MDR-Gesundheitsmagazin "Hauptsache Gesund" sagte Schiffner: "Diese Daten sind deutlich schlechter, als ich erwartet hatte, und deuten darauf hin, dass die Impfstoffe vermutlich früher oder später angepasst werden müssen."

Forscher vom National Health Laboratory Service (NHLS) und der University of the Witwatersrand hatten die natürlich gebildeten Antikörper von bereits genesenen Corona-Patienten auf ihre Wirksamkeit gegen neue Virus-Mutationen untersucht.

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Es kam heraus, dass die Antikörper der Hälfte der Genesenen nicht mehr in der Lage war, die neue Virusvariante zu bekämpfen. Bei weiteren 20 Prozent der Untersuchten zeigte sich eine deutliche Verschlechterung der Virusbekämpfung.

Schiffner: "Es deutet darauf hin, dass unsere bislang vorhandenen Corona-Impfstoffe – ähnlich wie wir das von den Grippe-Impfstoffen her kennen – neu angepasst werden müssen."

Der Forscher glaubt, dass gerade wegen der Zulassung in Deutschland, dies ein längerer Prozess sein wird.

Titelfoto: instaphotos/123RF

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