Trotz umfangreicher Corona-Behandlung: Italiener in Leipzig gestorben

Leipzig - Er kam bereits im schwer kranken Zustand aus Italien nach Leipzig. Jetzt hat sein Leiden ein trauriges Ende gefunden.

Die Leipziger Ärzte konnten den Patienten nicht mehr retten.
Die Leipziger Ärzte konnten den Patienten nicht mehr retten.  © Anke Brod

Wie das Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig in einer Pressemeldung berichtet, ist ein 31-jähriger Patient der mit dem Coronavirus infiziert war am Samstag gestorben.

Sein Zustand habe sich demnach über Ostern so drastisch verschlechtert, dass die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten.

Der Mann war am 25. März zusammen mit einem ebenfalls an COVID-19 erkrankten 70-Jährigen aus der italienischen Region Bergamo zur Behandlung nach Leipzig geflogen worden.

"Wir haben beide Männer in einem schwerstkranken Zustand mit einer Virus-Lungenentzündung aufgenommen. Der jüngere italienische Patient konnte trotz maximaler Therapiemaßnahmen nicht gerettet werden. Er ist am vergangenen Wochenende aufgrund des Versagens weiterer Organsysteme leider verstorben", berichtet Prof. Dr. Gerhard Hindricks, Ärztlicher Direktor am Herzzentrum Leipzig.

"Der zweite Patient ist in einem stabilen, aber nach wie vor kritischem Zustand. Wir kämpfen mit allen intensivmedizinischen Mitteln mit ihm gemeinsam um sein Leben", so Priv.-Doz. Dr. Ulrich Halm, Ärztlicher Direktor des Helios Park-Klinikums Leipzig.

Das Herzzentrum und das Helios Park-Klinikum Leipzig haben eine interdisziplinäre Intensivstation eingerichtet, um besonders schwere Fälle, die mit dem Coronavirus infiziert wurden, behandeln zu können. "Hier kann eine intensive Behandlung, Betreuung und Begleitung der Patienten mit medizinischem und pflegerischen Fachpersonal durchgeführt werden", heißt es von den ärztlichen Direktoren in der Pressemeldung.

Ausschlaggebend sei, dass die Mitarbeiter am Standort Leipzig "über eine breite Intensiv- und Beatmungserfahrung" verfügen. Somit sei gewährleistet, dass Verfahren zur temporären mechanischen Unterstützung von Herz und Lunge, sogenannte ECMO-Systeme, durchgeführt werden können.

Titelfoto: Anke Brod

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