Liebe im Lockdown: So bleibt die Beziehung laut Expertin intakt

Dresden - Stellt Euch vor, Euer Partner ist immer da.

Regine Wacker (50) ist Expertin in Sachen Liebe und Beziehung.
Regine Wacker (50) ist Expertin in Sachen Liebe und Beziehung.  © Thomas Türpe

Morgens, mittags, abends, in der Nacht - und es gibt kein ruhiges Plätzchen, um Abstand voneinander zu nehmen. Der Langzeit-Lockdown stellt so manche Beziehung auf eine harte Probe.

Die Dresdner Beziehungsexpertin Regine Wacker (50) weiß, wie sich Paare während der Pandemie nicht auf den Wecker gehen.

Wacker findet, eine gute Beziehung ist der perfekte Schutz für die körperliche und seelische Gesundheit - was Paare daraus machen, ist ganz individuell.

So ist es auch während der Pandemie. Nicht jedes Paar hat die gleichen Sorgen, manche trifft der Lockdown in Liebesdingen härter als andere.

Wenn es in der Beziehung vor der Pandemie gekriselt hat, dann werden diese Probleme während der Krise noch präsenter.

Agierte man schon vor Corona sehr harmonisch miteinander, dann kann die Beziehung nur umso schöner werden.

Ungeahnte Glücksgefühle...

Am Valentinstag ist der Tag der Liebenden. Nach Monaten des Zusammenhockens kann es trotzdem romantisch werden.
Am Valentinstag ist der Tag der Liebenden. Nach Monaten des Zusammenhockens kann es trotzdem romantisch werden.  © imago images/Westend61

Wie also übersteht die Liebe den Lockdown? "Dieses kollektive 'Durchhalten' kann mitunter langweilig und frustrierend sein", findet die Beziehungsberaterin.

"Paare sollten in der Zeit der Krise vor allem kleine Rituale in ihren Alltag einbauen, zum Beispiel sich morgens den Kaffee ans Bett zu bringen oder sich jeden Freitag vornehmen, sich schick zu machen, etwas zum Essen zu bestellen oder dergleichen."

Ungeahnte Glücksgefühle könnte es auch bringen, gemeinsame Pläne für die Zukunft zu schmieden - sei es der Urlaub oder nur das kommende Wochenende.

Damit sich gestresste Liebhaber mit Lagerkoller nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen, empfiehlt Regine Wacker, die sogenannte VW-Methode anzuwenden. Nämlich: Vorwürfe in Wünsche umzuwandeln.

Auch gemeinsame Hobbys oder das Teilen von Sorgen und Ängsten können Partner während der Pandemie zusammenschweißen.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch: "Nehmen Sie sich auch mal Zeit für sich selber, finden Sie einen Rückzugsort." Die Website von Wacker findet Ihr hier: beziehungsberatung-dresden.de.

Das Kennenlernen im Internet hält der Beziehungscoach derzeit für das beste Mittel zum Zweck. Wer alleinstehend ist und denkt, er könne mit einem Wisch übers Handy sofort den Partner fürs Leben finden, dem soll gesagt sein: "Singles sollten nicht gleich zu viel erwarten", so Wacker. "Die Chance, dass der Flirtpartner ein echter Treffer ist, liegt bei 1:100."

Titelfoto: imago images/Westend61/Thomas Türpe

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