Lieferengpässe: Fehlen Deutschland schon bald mehr als eine Million Impfdosen?

Berlin - Gibt es genug Impfstoff gegen das Coronavirus oder nicht? Das ist die zentrale Frage derzeit. Doch offenbar soll es jetzt Lieferengpässe geben.

Gibt es einen Engpass bei Pfizer-Impfstoffen? Jens Spahn hat offenbar ein Problem.
Gibt es einen Engpass bei Pfizer-Impfstoffen? Jens Spahn hat offenbar ein Problem.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

Laut Bild-Informationen hat daher Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) die Gesundheitsminister der Bundesländer zu einer Telefonschalte einberufen. Diese soll bereits am Freitagnachmittag stattfinden.

Wie Bild weiter berichtet, soll es Probleme mit der Lieferung des Unternehmens Pfizer geben. Mindestens 1,3 Millionen Impfdosen, maximal sogar 2,6 Millionen Impfdosen könnten daher Ende Januar und Anfang Februar fehlen.

Sollte das tatsächlich so sein, könnten vor allem die Leute betroffen sein, die bereits eine erste Impfung bekommen haben, aber noch auf die zweite warten.

Pfizer will die Maschinen im belgischen Werk Puurs runterfahren, um längerfristig noch mehr produzieren zu können.

Hoffnung dagegen könnte der Impfstoff des Unternehmens Moderna sein. Dieser wird in Teilen der Bundesrepublik seit dieser Woche bereits geimpft.

Donnerstagnachmittag teilte Spahn mit, dass schon 840.000 Menschen in Deutschland geimpft worden sind.

Update 16.57 Uhr: Ministerium äußert sich

Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern.

Das sei der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedsstaaten kurzfristig mitgeteilt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die für Deutschland am Montag vorgesehene wöchentliche Lieferung wie geplant erfolge.

"Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern nehmen diese sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung der Kommission und von Pfizer mit Bedauern zur Kenntnis", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

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