Lockdown bis Ende Mai/Anfang Juni? Kanzleramtschef reagiert auf Berichte

Berlin - Was entscheidet die Bundesregierung? Der für den heutigen Montag geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern wurde abgesagt. Dass der Lockdown aufgrund der 3. Welle verlängert werden wird, scheint allerdings beschlossene Sache. Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) soll offenbar gegenüber den Ländern in einer internen Sitzung eine düstere Prognose gemacht haben.

Helge Braun (48) will eine solch düstere Prognose über einen wochenlangen Lockdown gar nicht gesagt haben.
Helge Braun (48) will eine solch düstere Prognose über einen wochenlangen Lockdown gar nicht gesagt haben.  © Fabian Sommer/dpa

Wie der Tagesspiegel schreibt, soll der 48-Jährige in einer Besprechung mit den Bundesländern verdeutlicht haben, dass die Bundesregierung von einer verschärften Infektionslage ausgeht, die sechs bis acht Wochen dauern könne.

Vor dem Hintergrund, der Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes könnte das eine ähnliche lange weitere Lockdown-Dauer bedeuten.

Gesetzlich beschlossen werden soll, dass Lockdown-Maßnahmen des Bundes bei Überschreitung einer 100er-Inzidenz an drei Tagen nacheinander automatisch greifen.

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Folgende Änderungen im Infektionsschutzgesetz könnten bei Überschreitung des Schwellenwerts über 100 drohen

  • Schulen und Kitas bleiben nur bei Inzidenz <200 offen, Schüler dürfen nur in den Unterricht, wenn sie sich zweimal pro Woche testen (lassen)
  • Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen
  • Geschäfte machen zu, nur Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Tankstellen bleiben offen
  • Ausgangssperren von 21 bis 5 Uhr mit nur wenigen Ausnahmen
  • Private Zusammentreffen bleiben auf Angehörige eines Haushalts und eine weitere Person beschränkt

CDU-Politiker Helge Braun meldet sich auf Twitter nach Berichterstattung zu Wort

Vielleicht kommt aber doch alles gar nicht so drastisch. CDU-Politiker Helge Braun reagiert auf die Berichte über den angeblich angedrohten Lockdown.

"Es nimmt dramatisch zu, dass Meldungen produziert werden, was man in internen Sitzungen wohl gesagt hätte, ohne dass man einmal selbst gefragt wird, ob man sich die vermeintliche Aussage wirklich so zu eigen macht", twitterte der Kanzleramtschef.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa / Twitter Screenshot Helge Braun

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