Lockdown für Ungeimpfte ab Montag: Oberösterreich hat konkrete Pläne

Linz - Als erstes Bundesland in Österreich will Oberösterreich ab Montag einen regionalen Lockdown für Ungeimpfte einführen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, könnte ab kommender Woche in Oberösterreich spürbare Einschränkungen hinnehmen müssen. (Symbolbild)
Wer nicht geimpft oder genesen ist, könnte ab kommender Woche in Oberösterreich spürbare Einschränkungen hinnehmen müssen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das kündigte Ministerpräsident Thomas Stelzer (54, ÖVP) am Donnerstag an.

"Die Situation ist dramatisch, daher ziehen wir die fünfte Stufe des Stufenplans des Bundes vor und planen ab Montag einen Lockdown für Ungeimpfte, sofern es rechtlich ein grünes Licht vom Bund gibt beziehungsweise der Bund die Rechtsgrundlage schafft."

Zuerst hatten die Kronen Zeitung und die Oberösterreichischen Nachrichten über den Plan berichtet.

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Gespräche über Details der neuen Regelung zwischen Oberösterreich und dem Gesundheitsministerium in Wien liefen am Donnerstag, erfuhr die dpa aus Verhandlerkreisen.

Am Freitag finden Beratungen zwischen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (47, Grüne) und den Länderchefs von Oberösterreich und Salzburg statt, bei denen noch offene Fragen geklärt werden sollen.

Zugleich liefen den Angaben zufolge die Vorbereitungen, wie bereits 2020 Notquartiere mit Klinikbetten einzurichten. Diese soll es in Reha-Einrichtungen und Sonderkrankenanstalten geben.

Oberösterreich, das direkt an Bayern angrenzt, hat eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von fast 1200, das ist deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 750. Die Impfquote ist eine der niedrigsten in Österreich.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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