Polizisten in Quarantäne, weil sie Schwarzfahrer mit Corona-Verdacht stellten

Magdeburg - Bereits am Sonntagabend wurden Polizei zu einem Regionalexpress gerufen, der aus Frankfurt/Oder nach Magdeburg kam.

Zwei der drei Polizisten mussten in Quarantäne gebracht werden. (Symbolbild)
Zwei der drei Polizisten mussten in Quarantäne gebracht werden. (Symbolbild)  © Jaromír Chalabala/123RF

Zwei männliche Fahrpassagiere sorgten für Unruhe, äußerten sich verbal aggressiv gegenüber dem Zugpersonal. Beide hatten weder Fahrschein noch Ausweispapiere dabei.

Als die Männer von den Beamten schließlich kontrolliert wurden, klagte einer der Männer, ein 35-jähriger polnischer Staatsangehöriger, über Herzschmerzen und Atemnot. 

Zudem wies er einen Atemalkoholgehalt von 2,55 Promille auf - schnell wurde ein Rettungswagen angefordert.

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Im Krankenwagen bemerkten die Sanitäter zudem eine erhöhte Temperatur. Sie stuften den 35-Jährigen als Corona-Verdachtsfall ein. 

In einem Krankenhaus sollte die Diagnose noch überprüft werden. Ein Ergebnis steht noch aus.

Bei dem zweiten Mann, einem 50-jährigen Letten, wurden keine Symptome festgestellt, und er konnte nach allen notwendigen polizeilichen Maßnahmen seinen Weg fortsetzen. 

Beide Männer erhalten Strafanzeigen. 

Von den drei Beamten, die die Männer kontrolliert hatten, wurden zwei in häusliche Quarantäne gebracht. Laut Pressemeldung der Bundespolizei Magdeburg hatten die übrigen Reisenden keinen Kontakt zu den beiden Männern und auch das Zugpersonal hielt sich an den notwendigen Sicherheitsabstand.

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Titelfoto: Jaromír Chalabala/123RF

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