Erster Profi-Fußballer kritisiert DFB: "Sind nur Marionetten"

Magdeburg - Sören Bertram (28) vom Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg hat in der Diskussion um eine Saisonfortsetzung fehlendes Mitspracherecht der Spieler beklagt.

Magdeburgs Sören Bertram (28) ist gegen eine Fortsetzung der 3. Liga.
Magdeburgs Sören Bertram (28) ist gegen eine Fortsetzung der 3. Liga.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

"Der DFB will unbedingt, dass es weitergeht. Die Spieler werden zu diesem Thema aber überhaupt nicht einbezogen. Wir sind nur Marionetten", sagte der 28-Jährige der "Magdeburger Volksstimme".

Offensivspieler Bertram macht sich auch um die eigene Gesundheit Sorgen: "Ich habe Angst davor, mich bei einem Spiel anzustecken. Die Gefahr ist bei vielen Zweikämpfen gegeben." 

Wie sein Verein fordert Bertram deshalb einen Abbruch der Saison: "Wir sind alle im Kopf nicht frei, weil wir nach einer Infektion für den Rest unseres Lebens Lungenprobleme haben könnten."

Aus Sicht von Bertram kann das vorgesehene Hygienekonzept für die Bundesligen nicht einfach auf die Dritte Liga übertragen werden, wie Erwin Bugar, DFB-Vizepräsident und Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes, am Freitag angekündigt hatte. 

"Der personelle Aufwand ist nicht zu stemmen", sagte Bertram im Hinblick auf die Anforderungen des Konzeptes, das unter anderem einen Hygienebeauftragten, einen eigenen Mannschaftskoch, mehrere Mannschaftsbusse, separate Kabinen, räumliche Trennung der Behandlungsliegen und eine feste Zuordnung von Spielern zu mehreren Physiotherapeuten vorsieht.

Die 3. Liga könnte laut Sportschau-Informationen am 26. Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. 

Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

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