Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer selbst testen

Das Ende der Corona-Pandemie ist auch nach einem Jahr nicht in Sicht. Nach einigen Lockerungen führen viele Länder erneut Verschärfungen der Maßnahmen ein. Im Corona-Ticker berichten wir über aktuelle News zum Coronavirus.

Update, 22. März, 21.40 Uhr: Bund-Länder-Gipfel nun schon seit Stunden unterbrochen

Seit 18.35 Uhr gilt die Corona-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer als unterbrochen. Die Pause dauert nun bereits mehr als drei Stunden.

Stillstand soll in den Verhandlungen allerdings trotzdem nicht herrschen: Nachdem die Kanzlerin in der großen Beratungsrunde unzufrieden wurde, soll sie nun laut Informationen der "Bild"-Zeitung in "kleiner Runde" weiter diskutieren.

Demnach würde Merkel nun statt mit allen Länderchefs nur noch mit mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU), Finanzminister Olaf Scholz (62, SPD), Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) über die künftige Corona-Politik Deutschlands debattieren.

Die Bundeskanzlerin lässt auf sich warten. Seit Stunden warten Journalisten darauf, dass Angela Merkel (66, CDU) auf einer Pressekonferenz die Beschlüsse der Corona-Konferenz vorstellt.
Die Bundeskanzlerin lässt auf sich warten. Seit Stunden warten Journalisten darauf, dass Angela Merkel (66, CDU) auf einer Pressekonferenz die Beschlüsse der Corona-Konferenz vorstellt.  © Michael Kappeler/dpa/Pool/dpa

Update, 22. März, 21.05 Uhr: WHO befürchtet viele Tuberkulose-Opfer wegen Corona-Pandemie

Die medizinische Betreuung der Tuberkulose-Kranken hat in der Corona-Krise nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in dramatischem Ausmaß gelitten.

Im Corona-Jahr 2020 seien gegenüber dem Vorjahr schätzungsweise 1,4 Millionen Erkrankte weniger wegen ihrer Tuberkulose behandelt worden. Besonders in Indonesien, Südafrika, den Philippinen und Indien hätten sich große Versorgungslücken aufgetan, teilte die WHO am Montagabend im Vorfeld des Welt-Tuberkulose-Tags (24. März) mit.

"Die Auswirkungen vom Covid-19 reichen weit über den vom Virus verursachten Tod und die Krankheit hinaus", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Unterbrechung wichtiger Hilfe für Menschen mit Tuberkulose sei ein weiteres tragisches Beispiel für die mittelbaren Folgen der Corona-Pandemie.

Update, 22. März, 20.41 Uhr: Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer selbst testen

Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer selbst auf Corona testen, das berichtete die "Bild"-Zeitung am Montagabend. Der Deutschen Presse-Agentur wurde dies in Regierungskreisen bestätigt.

Die Zeitung nannte die Fluggesellschaften Tui, Condor, Eurowings und Lufthansa, die noch auf der Insel testen wollten. Es werde nun nach Örtlichkeiten gesucht, es gehe um bis zu 40.000 Rückkehrer zu Ostern. Verkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU) habe sich in den vergangenen Stunden massiv dafür eingesetzt, dass die Fluggesellschaften testen.

Update, 22. März, 20.30 Uhr: Corona-Konferenz bleibt weiterhin unterbrochen

Die Pause bei den Bund-Länder-Beratungen dauert scheinbar immer noch an. Die Konferenz wurde um circa 18.35 Uhr unterbrochen und mehreren Medien zufolge auch knapp zwei Stunden später immer noch nicht fortgesetzt.

Update, 22. März, 20.19 Uhr: Mallorca plant Innenräume von Cafés und Restaurants zu schließen

Wegen zuletzt wieder steigender Corona-Zahlen will die Regionalregierung Mallorcas die erst vor kurzem wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen schließen. Die Maßnahme solle noch diese Woche umgesetzt werden, schrieb die deutschsprachige "Mallorca-Zeitung" am Montag.

Kehrtwende auf Mallorca. Der "Bierkönig" und andere Bars sind ohnehin noch geschlossen. Bald sollen auch die Innenräume von Cafés und Restaurants auf Malle wieder schließen, die gerade erst geöffnet hatten.
Kehrtwende auf Mallorca. Der "Bierkönig" und andere Bars sind ohnehin noch geschlossen. Bald sollen auch die Innenräume von Cafés und Restaurants auf Malle wieder schließen, die gerade erst geöffnet hatten.  © Clara Margais/dpa

Update, 22. März, 19.44 Uhr: IW-Chef Hüther: "Die politische Führung ist die falsche"

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat die politische Führung in der Corona-Pandemie scharf kritisiert.

"Wo sind wir denn? Sind wir in der Krise oder im Freizeitpark, wo jeder macht, was er will?", sagte Michael Hüther am Montag bei "Bild live". "Wenn wir in der Krise sind, dann muss man auch verdammt nochmal langsam in den Krisenmodus in der Politik hineinkommen."

Hüther mahnte mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern zu mehr Pragmatismus und Einigkeit bei der Bekämpfung der Pandemie. "Die politische Führung ist die falsche, die wir momentan im Lande haben", sagte er. Die Krise müsse besser gesteuert werden. "Wir verzetteln uns, weil wir glauben, das muss oft, vielfach besprochen werden", sagte Hüther.

Michael Hüther ist der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. (Archivbild)
Michael Hüther ist der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Update, 22. März, 19.30 Uhr: Laut WHO kann Impfen allein das Coronavirus nicht besiegen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Corona-Strategien, die hauptsächlich auf Impfungen setzen.

Lockerungsschritte, gepaart mit noch niedrigen Impfraten und Corona-Müdigkeit, führten zu steigenden Neuinfektionen in Europa und anderen Regionen, sagten WHO-Vertreter am Montag in Genf. Der globale Anstieg werde in Europa zusätzlich durch ansteckendere Virusvarianten befeuert, sagte Maria Van Kerkhove, die oberste Corona-Expertin der UN-Behörde. "Das ist eine sehr gefährliche Kombination", sagte sie.

Alle hofften, dass Impfen allein das Problem löst, sagte WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan. "Sorry, aber das tut es nicht". Ryan betonte, dass Lockerungen nur mit sehr niedrigen Fallzahlen und sehr genauer Überwachung des Infektionsgeschehens erfolgreich seien.

Update, 22. März, 19.17 Uhr: Bulgarien bietet Biontech Zusammenarbeit an

Bulgarien hat dem Gründer des Mainzer Corona-I mpfstoff-Herstellers Biontech, Uğur Şahin, Zusammenarbeit bei der Herstellung von Impfstoffen angeboten.

Wie die Regierung in Sofia mitteilte, habe Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow in einem Telefonat mit Şahin am Montag die "langjährige Tradition" seines Landes bei der Herstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen hervorgehoben. Borissow habe danach Şahin eingeladen, Bulgarien zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von dem Unternehmen BulBio zur verschaffen, das dem Gesundheitsministerium gehört. Dort werden Arzneimittel und auch Tuberkulose-Impfstoff für den Export hergestellt.

Update, 22. März, 18.48 Uhr: Pause bei den Corona-Verhandlungen von Bund und Ländern, Merkel wohl unzufrieden

Die Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise sind am Montag unterbrochen worden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Gesprächen. Wie es hieß, habe sich zuvor Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) unzufrieden gezeigt. Die bisher geeinten Maßnahmen seien nicht ausreichend, um die Infektionsdynamik zu brechen, habe Merkel gesagt. So könne man in der Öffentlichkeit nicht bestehen.

Update, 22. März, 18.24 Uhr: Bund und Länder betonen Umsetzung der "Notbremse"

Bund und Länder wollen die vereinbarte "Notbremse" als wichtigen Mechanismus für die weitere Eindämmung des Coronavirus hervorheben.

Angesichts der exponentiell steigenden Infektionsdynamik müsse sie für weitere "inzidenzabhängige Öffnungsschritte" konsequent umgesetzt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Corona-Maßnahmen stand aber noch aus.

Angela Merkel (66, CDU) und der Berliner Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) sprechen bei der Corona-Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder.
Angela Merkel (66, CDU) und der Berliner Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) sprechen bei der Corona-Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder.  © Jesco Denzel/Bundesregierung /dp

Update, 22. März, 18.03 Uhr: Offenbar keine Lockerung der Kontaktregeln für Besuche über Ostern

Bund und Länder wollen die strengen Kontaktregeln für Verwandtenbesuche über Ostern nicht lockern.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Vor den Beratungen war im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche zu erlauben. Konkret lag ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben.

Titelfoto: Clara Margais/dpa

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