Mann reitet 40 Km auf Pferd, um bei Geburt seines Kindes dabei zu sein

Rumänien - Bewohner des rumänischen Iasi staunten nicht schlecht, als sie plötzlich einen Mann auf einem Pferd durch die Studentenstadt reiten sahen. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, welche bewegende Geschichte dahinter steckt.

Sergiu Ion Ciobotariu hofft, sein drittes Kind so schnell wie möglich sehen zu können.
Sergiu Ion Ciobotariu hofft, sein drittes Kind so schnell wie möglich sehen zu können.  © https://youtu.be/EO4R4zRfNog Screenshot

In der rumänischen Stadt Iasi trauten viele Menschen ihren Augen nicht, als sie Sergiu Ion Ciobotariu (22) sahen. Der junge Mann ritt mit Atemschutzmaske auf einem Pferd durch die Studentenstadt.

Der Grund dafür ist herzzereißend:

Sergiu erfuhr, dass seine Frau, die in eine Entbindungsstation in Iasi eingeliefert worden war, einen Jungen zur Welt gebracht hatte. Er wollte unbedingt seinen Sohn sehen, da er in einer anderen Stadt lebt, um für den Unterhalt seiner Familie zu sorgen und bei der Geburt nicht dabei sein konnte.

Jedoch wurde ihm die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aufgrund der Coronakrise verweigert.

Gegenüber BZI erzählte Sergiu wie er auf die Idee mit dem Pferd kam.

"Ich habe versucht, eine Straßenbahn zu nehmen. Sie haben mich nicht gelassen. Ich hatte nicht das Geld, um ein Taxi zu nehmen. Also kehrte ich nach Hause zurück und stieg auf das Pferd."

"Ich hatte keine andere Wahl"

Allerdings war sein 40-Kilometer-Ritt nicht ohne Komplikationen:

"Das erste Mal hat mich ein Polizist angehalten. Er war nett zu mir und sie ließ mich gehen als ich ihm alles erklärte. Dann hielt mich eine Besatzung der örtlichen Polizei an. Sie haben mich ausgelacht. Sie haben verstanden, dass es ein Notfall war und ich keine andere Wahl hatte", erklärte Sergiu.

Aufgrund des Coronavirus gelten auch in Rumänien derzeit strenge Vorschriften. Dies bedeutet, dass jede Person, die ausgeht, eine unterschriebene Erklärung haben muss, in der der Grund für die Reise angegeben ist und eine Atemschutzmaske tragen muss.

Für den Rumänen ist sein Pferd der wichtigste Besitz. Er reitet jeden Tag mit seinem Pferd zur Arbeit.

Als er herausfand, dass seine Frau ihr drittes Kind zur Welt bringt, wollte er sie besuchen und ihr Essen bringen. Leider durfte er wegen der Virusbeschränkungen nicht ins Krankenhaus, konnte aber immerhin seine zwei anderen Kinder sehen.

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Titelfoto: https://youtu.be/EO4R4zRfNog Screenshot

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