Nach zwei Corona-Ausbrüchen an Schulen: Reichen die Hygiene-Maßnahmen?

Rostock - Nach dem Auftreten von Corona-Infektionen an zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern hält der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger die zum Schulanfang beschlossenen Hygienemaßnahmen dennoch für ausreichend.

Schüler müssen auf dem Weg zum Klassenraum eine Maske tragen.
Schüler müssen auf dem Weg zum Klassenraum eine Maske tragen.  © Christian Charisius/dpa

Er verwies auf die am vergangenen Dienstag in Kraft getretene Maskenpflicht an den Schulen im Land. Schüler und Eltern müssen Masken in den Fluren tragen, nicht jedoch im Klassenraum und im Unterricht selbst. 

Dabei müsse auch die niedrige Fallzahl unter Kindern beachtet werden, sagte Reisinger.

An einer Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) war ein Kind betroffen. Der Ursprung der Infektion ist laut Reisinger noch nicht bekannt. 

Darüber hinaus wurde bei einer Lehrerin in Ludwigslust eine Corona-Infektion diagnostiziert. In beiden Schulen wurden Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Reisinger reagierte damit auf Forderungen des Deutschen Lehrerverbands nach schärferen Hygienevorkehrungen in den Schulen in ganz Deutschland. 

Lediglich Nordrhein-Westfalen, das nächsten Mittwoch ins neue Schuljahr startet, habe einen anderen Weg eingeschlagen. 

Dort muss auch im Unterricht eine Maske getragen werden, in anderen Ländern kann der Mund-Nasen-Schutz nach bisherigen Planungen am Platz abgenommen werden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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