McDonald's-Mitarbeiter mit Corona infiziert, weil sie "spezielle" Schutzmasken tragen sollen

Oakland (USA) - Vier Mitarbeiter eines McDonald's-Restaurant infizierten sich mit dem Coronavirus, weil sie Schutzmasken aus Hundewindeln herstellen sollten. Die restlichen Angestellten streikten anschließend.

Die Mitarbeiter eines McDonald's in Oakland streikten, weil ihre Kollegen krank wurden. (Symbolbild)
Die Mitarbeiter eines McDonald's in Oakland streikten, weil ihre Kollegen krank wurden. (Symbolbild)  © 123RF/TEA

Wie die East Bay Times berichteten, infizierten sich gleich vier Angestellte eines McDonald's in Oakland bei San Francisco, weil das Management des Restaurants grob fahrlässige Anweisungen gab.

Die 22 Mitarbeiter wurden aufgefordert, Schutzmasken etwa aus unbenutzten Hundewindeln oder Kaffeefilter herzustellen, weil die Geschäftsführung offenbar nicht an Nachschub von OP-Masken und ähnlicher Schutzausrüstung kam.

Eine Angestellte, Delia Vargas, erklärte der Lokalzeitung deshalb: "McDonald's behandelt uns wie Hunde."

Und weiter: "Wir wollen nicht für ihre Hamburger sterben, also streiken wir, um uns, unsere Familien und unsere Gemeinden zu schützen." Der Streik dauert bereits seit Dienstag an.

McDonald's räumte indes Fehler ein, versuchte sich jedoch aus der Affäre zu ziehen.

Restaurant soll schon bald wieder öffnen

Schutzmasken waren vergriffen. Die Mitarbeiter sollten Alternativen suchen. (Symbolbild)
Schutzmasken waren vergriffen. Die Mitarbeiter sollten Alternativen suchen. (Symbolbild)  © 123RF/Pavel Sytsko

Das Restaurant sei laut eines Unternehmenssprechers schon seit Montag geschlossen. Grund dafür soll eine "Tiefenreinigung" sein, wie die East Bay Times weiter berichtete. Damit reagierte der Franchisenehmer auf eine Forderung der streikenden Belegschaft.

McDonald's empfahl den Kollegen der Infizierten weiterhin, sich in eine freiwillige Isolation zu begeben. Der Fast-Food-Tempel soll dennoch in den kommenden Tagen wieder öffnen. Wer dann dort arbeiten soll, blieb unklar.

Der Restaurantbetreiber erklärte weiterhin, "die Behauptungen, aufgefordert zu werden, Kaffeefilter und Hundewindeln zu tragen, sind völlig falsch." Auch seien nur drei und nicht vier Angestellte mit der neuartigen Lungenkrankheit infiziert.

Die Streikenden berichteten gegenüber der Zeitung, dass bereits drei weitere Kollegen erste Anzeichen der Erkrankung aufweisen. Darunter soll auch eine Schwangere sein.

Nun werden deshalb zwei Wochen bezahlte Quarantäne, persönliche Schutzausrüstung für jeden Restaurant-Mitarbeiter und die Übernahme von anfallenden Behandlungskosten von der Belegschaft gefordert. 

Darauf ging das Fast-Food-Unternehmen bislang nicht ein.

Titelfoto: 123RF/TEA, 123RF/Pavel Sytsko

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