Mecklenburg-Vorpommern verschärft die Corona-Maßnahmen!

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit verschärften Schutzmaßnahmen auf die gestiegene Zahl von Corona-Infektionen.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei ihrer Regierungserklärung vor den Abgeordneten im Landtag. (Archivfoto)
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei ihrer Regierungserklärung vor den Abgeordneten im Landtag. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das Kabinett beschloss am Dienstag in Schwerin, die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zu erweitern und Schüler ab der 7. Klasse nach den Weihnachtsferien zunächst per Internet zu Hause zu unterrichten.

Die Regelung für die Schüler der oberen Klassenstufen gilt laut Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) zunächst für die erste Schulwoche nach den Weihnachtsferien, also vom 4. bis 8. Januar.

Der Unterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll demnach weiterhin in der Schule stattfinden und am 4. Januar nach Ende der Ferien beginnen. Lehrer sollen dort auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Corona in Bayern: Staatsregierung warnt vor Delta-Variante, Schüler können Maske im Freien ablegen
Coronavirus Corona in Bayern: Staatsregierung warnt vor Delta-Variante, Schüler können Maske im Freien ablegen

Im gesamten Bundesland soll die Maskenpflicht auch auf belebte Plätze ausgeweitet werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ankündigte. Bewohner von Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch von jeweils einem Angehörigen am Tag besucht werden.

Außerdem soll Alkohol nicht mehr in der Öffentlichkeit ausgeschenkt werden dürfen. Damit entfällt fortan auch der beliebte Glühweinverkauf.

Ausgangsbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern bei 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner

Ein Bild weist auf die Maskenpflicht in einer Fußgängerzone hin. (Archivfoto)
Ein Bild weist auf die Maskenpflicht in einer Fußgängerzone hin. (Archivfoto)  © Marijan Murat/dpa

Zudem wird es dem Beschluss zufolge auch in Mecklenburg-Vorpommern Ausgangsbeschränkungen geben, sobald eine Stadt oder Region 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreicht.

Die noch Ende November von der Regierung erwogene Öffnung von Massagepraxen oder Kosmetikstudios wurde angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens verworfen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen war am Montag um 58 gestiegen und damit erneut stärker als eine Woche zuvor. Somit setzte sich trotz des seit Anfang November wirksamen Teil-Lockdowns der Trend steigender Infektionszahlen fort.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg inzwischen auf 51,9. Da die Inzidenz damit über dem wichtigen Warnwert 50 liegt, gilt ganz Mecklenburg-Vorpommern seit Sonntag als Corona-Risikogebiet.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: