Medienbericht: Härterer Lockdown in ganz Deutschland nach Weihnachten?

Berlin - Seit Anfang November befindet sich Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie im Teil-Lockdown, der bis mindestens 10. Januar 2021 andauern soll. Zu Weihnachten sind in der Bundesrepublik Lockerungen geplant. Werden nach dem Fest jedoch die Maßnahmen noch einmal verschärft?

Bleiben nur noch die Supermärkte in Deutschland um den Jahreswechsel herum geöffnet?
Bleiben nur noch die Supermärkte in Deutschland um den Jahreswechsel herum geöffnet?  © Christian Charisius/dpa

Laut Bild denkt die Regierung über einen harten Lockdown nach, bei dem nur die Supermärkte geöffnet bleiben sollen. Zwischen dem 27. Dezember und dem 3. oder gar 10. Januar sollen dann alle anderen Geschäfte geschlossen werden.

Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen sind momentan ohnehin zu. Geschlossen blieben außerdem wohl die Schulen.

Wie Bild schreibt, wird sowohl über einen früheren Ferienbeginn als auch über eine Verlängerung der Schulferien nachgedacht.

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Auf einem Gipfel mit den Ländern will die Regierung die Maßnahmen zur Diskussion stellen. Allerdings steht ein neuer Termin, auf dem sich die Bundeskanzlerin mit den Länderchefs berät, noch nicht fest.

Geht es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist eine solche Verschärfung der Corona-Einschränkungen notwendig.

Merkel sagt, dass der Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchgestanden werden kann

Kanzlerin Merkel (66, CDU) glaubt nicht an das Prinzip Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus.
Kanzlerin Merkel (66, CDU) glaubt nicht an das Prinzip Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus.  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können, hatte die CDU-Politikerin am Montag gesagt.

Ob es aber letztlich zu einem harten Lockdown wie im April kommt, ist noch unklar.

Schließlich sind die Infektionszahlen und auch die bisherigen Maßnahmen von Region zu Region in der Bundesrepublik unterschiedlich.

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Unter anderem hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) am Sonntag den Katastrophenfall in Bayern ausrufen lassen. Dort sind zu Weihnachten zwar die Kontaktbeschränkungen gelockert, nicht aber zu Silvester.

Dafür sind beispielsweise in Berlin nur fünf Personen, Kinder unter 14 Jahren ausgenommen, bei Treffen an den Weihnachtstagen erlaubt.

Titelfoto: Montage: Christian Charisius/dpa: Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

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