Mehr Corona-Schnelltests für Risikogruppen ohne Symptome geplant

Deutschland/Welt - Bevölkerungsgruppen, die durch das Coronavirus als besonders gefährdet gelten, sollen zukünftig umfassender getestet werden. Vor allem Schnelltest-Verfahren sollen dazu häufiger zum Einsatz kommen.

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Update, 26. November, 21.50 Uhr: Mehr Schnelltests für Risikogruppen ohne Symptome geplant

Corona-Schnelltests sollen nach einem Bericht bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die bislang keine Symptome zeigen, verstärkt zum Einsatz kommen.

Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervor, der dem Nachrichtenportal "ThePioneer" (Freitag) vorliegt. "Testungen sind von entscheidender Bedeutung für die Eindämmung von Corona- Infektionsketten und damit für die Verhinderung unkontrollierter Ausbruchsgeschehen", heißt es in dem Dokument, das derzeit zwischen den Ressorts der Bundesregierung abgestimmt wird und am 1. Dezember in Kraft treten soll.

Ziel sei es, umfassender und einfacher als bisher, insbesondere Personen zu testen, bei denen es noch keine Symptome gebe, "bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint oder bei denen eine hohe Gefahr besteht, dass sie oder andere Personen in ihrem Umfeld bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdet wären".

Update, 26. November, 21.36 Uhr: Corona-Kosten: Dreyer weist Kritik von Brinkhaus zurück

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen die Kritik des Unions-Fraktionschefs im Bundestag, Ralph Brinkhaus, in Schutz genommen.

"Ich kann die Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden Brinkhaus an Bundeskanzlerin Merkel nicht nachvollziehen", sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "In der Corona-Pandemie ist es wichtig, dass alle staatlichen Ebenen vertrauensvoll zusammenarbeiten." Brinkhaus hatte die Aufteilung der Corona-Kosten zwischen Bund und Ländern kritisiert. Die Bundesländer sollten sich "endlich finanziell in diese Sache einbringen und nicht immer nur Beschlüsse fassen und die Rechnung dann dem Bund präsentieren", sagte er.

Malu Dreyer (59, SPD), Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz.
Malu Dreyer (59, SPD), Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz.  © Arne Dedert/dpa

Update, 26. November, 21.18 Uhr: Frau unter Quarantäne und mit Handy am Steuer erwischt

Bei einer Verkehrskontrolle hat die Polizei in Grevenboich im Rheinland neben etlichen Temposündern auch eine Frau ertappt, die unter Corona-Quarantäne stand. Die Beamten stoppten die Fahrerin, weil sie ein Handy benutzt haben soll.

Am heruntergelassenen Fenster teilte die Frau den Ordnungshütern mit, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sei und unter Quarantäne stehe, wie die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz am Vortag mitteilte.

Die Frau hatte den Angaben zufolge einem Bekannten angeboten, ihn zu seinem anstehenden Corona-Test zu fahren. Jetzt wird gegen sie ermittelt. Die Polizei appelliert: "Wenn Sie sich mit Covid-19 infiziert haben, müssen Sie in Quarantäne bleiben! Schützen Sie die Menschen in ihrer näheren Umgebung."

Update, 26. November, 20.31 Uhr: "Enorme Gefahr": Spanien streitet um Corona-Regeln für die Feiertage

In Spanien spitzt sich die Debatte um die Corona-Regeln für Weihnachten, Silvester und den im Land sehr wichtigen Dreikönigstag am 6. Januar zu. Nachdem einige der insgesamt 17 Regionen einheitliche Bestimmungen für das ganze Land gefordert hatten, versprach die linke Zentralregierung eine baldige Lösung.

"Es wird keine 17 verschiedene Weihnachten geben", versprach Gesundheitsminister Salvador Illa am Donnerstag im Parlament in Madrid. Bei einem Treffen mit den Regionalregierungen wolle man nächste Woche ein Abkommen erzielen, erklärte Illa.

Der andalusische Regionalpräsident Juanma Moreno warnte vor einer "enormen Ansteckungsgefahr zu Weihnachten". "Im Sommer wurde zu viel Party gemacht, und das ist uns teuer zu stehen gekommen", klagten derweil mehrere Regionalpolitiker unisono. Es nutze für die Gesamtlage in Spanien nicht viel, in einigen Regionen sehr streng zu sein, während andere die Regeln lockern wollten.

Leichenbestatter transportieren den Leichnam eines älteren Menschen, der in einem Pflegeheim in Barcelona mit dem Coronavirus gestorben ist.
Leichenbestatter transportieren den Leichnam eines älteren Menschen, der in einem Pflegeheim in Barcelona mit dem Coronavirus gestorben ist.  © Emilio Morenatti/AP/dpa

Update, 26. November, 20.12 Uhr: Britischer Gesundheitsexperte: Keine Küsse zu Weihnachten

Keine Küsse, keine Umarmungen: Zu Weihnachten sollten die Menschen nach Ansicht des medizinischen Beraters der britischen Regierung, Chris Whitty, auf Liebkosungen lieber verzichten.

"Es ist nicht verboten" - aber das heiße nicht, dass man es tun sollte, betonte Whitty am Donnerstagabend in London. Vor allem die Senioren müssten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus geschützt werden.

Ähnlich wie in Deutschland sollen auch die Menschen in Großbritannien landesweit trotz Corona gemeinsam Weihnachten feiern dürfen. Über die Feiertage wird es daher jeweils drei Haushalten erlaubt sein, eine "Christmas Bubble" (deutsch: "Weihnachtsblase") zu bilden und sich miteinander zu treffen.

Update, 26. November, 19.58 Uhr: US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat US-Forschern zufolge die Marke von einer Million überschritten. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Rechnerisch wäre damit fast jeder 80. Deutsche bereits infiziert worden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. 11., 00.00 Uhr). Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160.

Die ersten Corona-Infektionen in Deutschland waren Ende Januar bei der bayerischen Firma Webasto bestätigt worden. Ab Ende Februar verbreitete sich das Virus dann in der ganzen Bundesrepublik.

Eine Reisende wird im Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart getestet.
Eine Reisende wird im Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart getestet.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 26. November, 19.52 Uhr: Weihnachtsbesuch darf in Berlin im Hotel übernachten

Wer über Weihnachten seine Verwandten in Berlin besucht, darf dabei auch in Hotels übernachten. "Wenn es eine Reise ist, die nicht touristischer Natur ist, dann gibt es auch eine Übernachtungsmöglichkeit in den Hotels", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag nach einer Senatssitzung.

"Aber der Ausgangspunkt ist ein anderer", fügt er hinzu. "Zu Hause bleiben ist der dringende Appell, nicht herumreisen." Wo es aber doch nötig sei, Familienmitglieder zu besuchen, gehe er davon aus, dass das keine touristische Reise sei, bei der man durch die Stadt gehe, sich Sehenswürdigkeiten anschaue oder Einkaufen gehe.

Update, 26. November, 19.49 Uhr: 30. Filmfestival Cottbus findet wegen Corona nur online statt

Das 30. Filmfestival (FFC) Cottbus findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausschließlich online statt - im Dezember. Das teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

Geplant war zunächst ein duales Filmfest mit Veranstaltungen in Kinos und digital. Weil die Kinos wegen der beschlossenen Corona-Maßnahmen weiter geschlossen bleiben müssen, werden vom 8. bis 31. Dezember nun 150 Filme als bundesweites Streaming-Angebot über die Festivalwebsite abrufbar sein.

Das Festival in der brandenburgischen Studentenstadt, das sich vor allem dem osteuropäischen Film widmet, war ursprünglich für Anfang November geplant - und wegen des Teil-Lockdowns um einen Monat verschoben worden.

Update, 26. November, 19.19 Uhr: 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht.

Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten stieg nach RKI-Angaben vom 15. Oktober bis 15. November von 655 auf 3395 Erkrankte stark an. Seitdem habe sich der Anstieg etwas verlangsamt und zwar auf 3826 registrierte Fälle am Donnerstag (Stand 12.15 Uhr). 60 Prozent davon wurden beatmet. 5575 (20 Prozent) der Intensivbetten seien aktuell frei. Deren Zahl sinkt seit Mitte Oktober.

Mitarbeiterinnen der Pflege in Schutzausrüstung betreut einen Corona-Patienten in Essen.
Mitarbeiterinnen der Pflege in Schutzausrüstung betreut einen Corona-Patienten in Essen.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 26. November, 18.59 Uhr: Keine Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester in Berlin

Die Menschen in Berlin müssen Weihnachten und auch Silvester wegen der Corona-Pandemie im kleineren Kreis feiern. Denn die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage werden in der Hauptstadt nicht gelten.

Darauf verständigte sich der Senat am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Im Corona-Hotspot Berlin könne es keine derartigen Lockerungen geben, hieß es aus Senatskreisen.

Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, wobei keine Vorgaben gemacht werden, aus wie vielen Haushalten sie kommen.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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