Epidemiologin erwartet mehr schwere Corona-Fälle bei Jüngeren

München - Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, erwartet bei wachsenden Coronavirus-Zahlen mehr schwere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen.

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie erwartet bei wachsenden Corona-Zahlen mehr schwere Verläufe bei Jüngeren. (Symbolbild)
Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie erwartet bei wachsenden Corona-Zahlen mehr schwere Verläufe bei Jüngeren. (Symbolbild)  © Gregor Fischer/dpa

"Das Problem ist, dass bei einem weiteren Ansteigen der Fallzahlen auch der Anteil der Virusvariante B.1.1.7 weiter ansteigen wird", sagte Grill gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante sei sowohl deutlich ansteckender als auch gefährlicher, "da sie wohl mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht".

Bei Hochaltrigen gehe die Zahl neuer Todesfälle zurück, erläuterte die Präsidentin der Gesellschaft mit Sitz in Ulm, die darüber hinaus Professorin für Epidemiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München in der Landeshauptstadt ist.

"Das deutet darauf hin, dass es zunehmend gelingt, die besonders vulnerablen Gruppen durch Impfung zu schützen." Aber auch bei den 60- bis 69-Jährigen sei das Sterberisiko der Infizierten noch bei etwa vier Prozent. Das bedeute, dass eine stark steigende Fallzahl auch zu mehr Erkrankten und schwer Erkrankten führen werde, führte sie weiter aus.

"Nur eben dann in den jüngeren Altersgruppen", erklärte Grill.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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