Mehrere Mutations-Infizierte in Kölner Kitas: Auch Kinder betroffen

Köln – Die britische Coronavirus-Variante verbreitet sich immer weiter! In einer Kita im Kölner Stadtteil Deutz sind erste Fälle des mutierten Virus' festgestellt worden.

In einer Kita in Köln-Deutz ist die mutierte britische Coronavirus-Variante festgestellt worden. (Symbolbild)
In einer Kita in Köln-Deutz ist die mutierte britische Coronavirus-Variante festgestellt worden. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger hat die Stadt Köln am Donnerstag auf Anfrage bestätigt, dass in der Einrichtung mehrere Fälle der neuartigen Corona-Version B.1.1.7 aufgetaucht sind.

Die Zeitung will herausgefunden haben, dass aktuell zwei Erzieher sowie drei Kinder betroffen sind.

In der Kita sind laut Angaben der Stadt alle Kontaktpersonen frühzeitig isoliert worden. Diese konnten eindeutig ermittelt werden, weil in der Einrichtung Gruppentrennung besteht.

Als Erstes sei ein Elternteil eines Kindes positiv auf die Variante getestet worden. Dieser Fall soll bereits 14 Tage zurückliegen. Das Gesundheitsamt stehe mit dem Träger weiterhin im engen Austausch.

Knapp die Hälfte der Kinder in Köln befindet sich aktuell in Bertreuungseinrichtungen. In Nordrhein-Westfalen können die Eltern selber darüber entscheiden – entgegen der bundesweiten Regeln.

In Köln lag die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner am Donnerstagmorgen bei 73,6, wie das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW) mitteilte. Sie Millionenstadt verzeichnet im Zusammenhang mit Corona bislang 425 Todesfälle.

Update, 16.20 Uhr: Stadt Köln bestätigt Virus-Mutanten

"Auch in Köln sind in mehreren Einrichtungen Fälle der mutierten englischen und südafrikanischen Coronavirus-Varianten nachgewiesen worden", teilte die Stadt Köln am Donnerstagnachmittag mit.

Hiervon seien lang vier Kitas (englische Virus-Variante), eine Unterkunft für Geflüchtete und zwei Krankenhäuser betroffen. Dabei habe es keine Ausbrüche in Kölner Kitas, sondern lediglich Einträge von außen gegeben.

Alle positiven PCR-Tests von Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes werden laut der Stadt Köln seit Ende vergangener Woche automatisch auf die Coronavirus-Varianten getestet.

Dies sei bislang nicht möglich gewesen, "da das Untersuchungsverfahren erst seit kurzem in den Laboren etabliert ist."

Die Stadt rechnet zukünftig mit weiteren Nachweise der Coronavirus-Varianten in Köln.

Update, 19 Uhr: Anzahl der Kita-Infizierten bekannt

Der mutierte Coronavirus ist bei mehreren Erziehern und Kindern von Kölner Kitas nachgewiesen worden. (Symbolbild)
Der mutierte Coronavirus ist bei mehreren Erziehern und Kindern von Kölner Kitas nachgewiesen worden. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wie die Stadt Köln am Donnerstagabend mitteilte, ist das mutierte Virus nachträglich bei insgesamt vier Erzieherinnen und Erziehern sowie bei zwei Kindern nachgewiesen worden.

Bei einem weiteren positiv getesteten Kind und bei einer Erzieherin ist noch offen, ob es sich um das mutierte Virus handelt. Außerdem steht noch das Testergebnis für zwei Kinder aus, in deren Familien die britische Variante festgestellt worden war.

Zuvor waren in NRW bereits elf Fälle der zuerst in England entdeckten Mutation B.1.1.7 bekanntgeworden sowie drei der zuerst in Südafrika aufgetretenen Variante. Das Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch ein Projekt gestartet, um die Verbreitung von Corona-Mutationen in dem Bundesland zu erfassen.

Das Familienministerium teilte mit, man sei mit den Behörden der Stadt Köln und dem Gesundheitsministerium im engen Austausch: "Wir nehmen die genannten Fälle sehr ernst, mahnen aber gleichzeitig zur Besonnenheit."

Eine Ministeriumssprecherin wies darauf hin, dass es trotz der Mutation nach bisherigen Erkenntnissen in keiner Kita zu höheren Infektionszahlen gekommen sei. "In jedem Fall bestätigt sich, dass die landesweit vorgenommenen Gruppentrennungen richtig waren."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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