Mehrere Verdachtsfälle auf Omikron-Corona-Variante in Schleswig-Holstein

Flensburg - Aufregung in Schleswig-Holstein! Auch in dem nördlichsten Bundesland gibt es nun den konkreten Verdacht auf Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron.

Die Virusproben sollen in einem Speziallabor untersucht werden.
Die Virusproben sollen in einem Speziallabor untersucht werden.  © Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

Dieser Verdacht bestehe in Flensburg bei 2 von 12 neuen Corona-Fällen, teilte die Stadt am Montag mit. Hinzu komme eine dritte Person, die im benachbarten Kreis Schleswig-Flensburg gemeldet sei und sich derzeit zusammen mit den beiden anderen Personen in Flensburg aufhalte.

Es handle sich um Reiserückkehrer aus Namibia. Sie seien ebenso in Quarantäne wie zwei Kontaktpersonen.

Die Abstriche der drei Personen würden zur Sequenzierung nach Berlin geschickt, hieß es weiter. Mit einem Ergebnis sei in ein bis zwei Wochen zu rechnen. Bisher sind in Schleswig-Holstein keine Omikron-Fälle nachgewiesen worden.

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Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft.

Das ist über die Omikron-Corona-Variante bekannt

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest. Mittlerweile sind in etlichen Ländern – darunter auch Deutschland – Fälle der Variante aufgetaucht.

Schleswig-Holstein hat laut Robert Koch-Institut weiterhin die geringste Corona-Inzidenz in Deutschland. Mit Stand Sonntagabend waren 143,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erfasst worden. Für Flensburg gab die Stadt den aktuellen Wert am Montag mit 115,6 an.

Titelfoto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa

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