Million FFP2-Masken an Supermarktkette verkauft: Doch etwas stinkt gewaltig

Koblenz - Wegen mutmaßlichen Betrugs mit rund einer Million Corona-Masken steht von diesem Dienstag (9 Uhr) an ein 26-Jähriger vor dem Landgericht Koblenz.

Die verkauften Masken erfüllten nicht den FFP2-Standard (Symbolfoto).
Die verkauften Masken erfüllten nicht den FFP2-Standard (Symbolfoto).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Laut Staatsanwaltschaft dürfte es einer der ersten derartigen Corona-Prozesse mit einer solchen Dimension in Rheinland-Pfalz sein.

Der rund 150-seitigen Anklage zufolge war der 26-Jährige im April mit zwei Komplizen am Abschluss von Kaufverträgen über die Lieferung von FFP2-Masken für mehr als drei Millionen Euro an eine überregionale Supermarktkette beteiligt.

Er habe gewusst, dass die Masken den FFP2-Standard nicht erfüllen. Es seien nur einfache Mund-Nasen-Bedeckungen gewesen.

Außerdem soll sich der 26-Jährige mit falschen Angaben eine Corona-Soforthilfe von 9000 Euro erschlichen haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Seine beiden mutmaßlichen Komplizen sind nicht Angeklagte im selben Prozess.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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