Ministerium: Apotheken können Corona-Antikörpertest verkaufen

Leipzig/Dresden - Sachsens Apotheken dürfen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ab sofort den Coronavirus-Antikörpertest "AProof" frei verkaufen. Nach intensiver Abwägung und Prüfung rechtlicher Voraussetzungen gibt es dafür jetzt grünes Licht, wie das Ressort am Donnerstag mitteilte.

Der Coronavirus-Antikörpertest "AProof" darf ab sofort in Sachsens Apotheken verkaufet werden.
Der Coronavirus-Antikörpertest "AProof" darf ab sofort in Sachsens Apotheken verkaufet werden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Apotheken könnten niederschwellig beraten und aufklären, sagte Gesundheitsministerium Petra Köpping (62, SPD). 

Dabei müsse allerdings klar sein, dass "von einer Immunität bei positivem Testergebnis bezüglich des Vorhandenseins von Antikörpern nicht ausgegangen werden darf".

Für den von Leipziger Forschern entwickelten Test muss Blut aus dem Finger abgenommen und auf eine Filterkarte überführt werden, die dann in ein firmeneigenes Labor übersandt und dort ausgewertet wird. Das Ergebnis kann mittels personalisiertem Zugangscode über eine Plattform abgerufen werden.

Unterdessen nehmen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Freistaat deutlicher zu. 

Laut der vom Gesundheitsministerium laufend geführten Statistik stieg die Zahl der bestätigten Fälle innerhalb von 24 Stunden um 82. Mit 24 wurden wie schon am Vortag die meisten davon im Erzgebirgskreis registriert.

Nur ein kleiner Stich in den Finger und schon kann das Blut auf einer Filterkarte in ein firmeneigenes Labor übersandt und ausgewertet werden.
Nur ein kleiner Stich in den Finger und schon kann das Blut auf einer Filterkarte in ein firmeneigenes Labor übersandt und ausgewertet werden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben vom Donnerstag haben sich bisher seit Beginn der Pandemie 6937 Menschen nachweislich mit Covid-19 infiziert. Die Zahl der im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorbenen Menschen liegt unverändert bei 228. Schätzungen zufolge sind inzwischen 6080 Infizierte wieder genesen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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