Ministerium warnt: Maskengegner wollen offenbar Schüler ansprechen

Düsseldorf – Das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat die Schulen in dem Bundesland vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. 

Das Düsseldorfer Ministerium warnt Eltern und Schüler vor Aktionen von Maskengegnern. (Symbolbild)
Das Düsseldorfer Ministerium warnt Eltern und Schüler vor Aktionen von Maskengegnern. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Es gebe Hinweise, dass die Initiative "Querdenken 711" deutschlandweit an 1000 Schulen "Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will", so das Düsseldorfer Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen.

Demnach sollen "Querdenken"-nahe Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen und ihnen unwirksame Masken mit dem "Querdenken"-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten.

Laut Ministerium hat sich die Initiative dafür extra "das besondere Datum des 9. Novembers" ausgesucht. Auf einer in der E-Mail verlinkten Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung wird der "Schicksalstag" der deutschen Geschichte erklärt, an dem 1938 die Pogromnacht stattfand und 1989 die Mauer fiel.

Da aus Sicht des Ministeriums "damit zu rechnen ist, dass Schülerinnen und Schüler und deren Eltern möglicherweise zu Verstößen gegen geltende Rechtsnormen (...) aufgerufen werden sollen, mit denen sie ihre Gesundheit oder die Gesundheit anderer (auch in der Schule) gefährden können", sollen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld gewarnt und aufgeklärt werden.

Sollten Maskengegner Schulgelände betreten oder Kinder und Jugendliche bedrängen, sollen die Lehrer die Polizei rufen, so das Ministerium.

Update, 17.30 Uhr: Aktion ein Fake?

Michael Ballweg ist Initiator der Bewegung "Querdenken 711".
Michael Ballweg ist Initiator der Bewegung "Querdenken 711".  © Felix Kästle/dpa

Verwirrung um eine angebliche Aktion von Maskengegnern: "Querdenken 711" teilte am Donnerstagnachmittag mit, die angebliche Aktion sei nur ein Test gewesen - um die interne Kommunikation auf Lecks zu überprüfen. 

"Querdenken 711"-Gründer Michael Ballweg schrieb dagegen in seiner Pressemitteilung am Donnerstag, es gebe keinen entsprechenden Plan für den 9. November. 

"Bei der Aktion handelt es sich um einen Test unserer Kommunikationsstrukturen. Wir werden immer wieder vor einer Unterwanderung gewarnt, der wir aktiv begegnen und mit Audits entgegenwirken." 

Der angebliche Plan war Mitte November erstmals in einer Kölner Zeitung thematisiert worden. Dort hieß es, dass dem Medium ein detaillierter Plan für die Aktion vorliege, dessen Absender Ballweg sei.

Ob die geplante Aktion tatsächlich nur ein Fake war, blieb zunächst unklar. Das Ministerium blieb bei seiner Warnung, durch die die Schulen "auf den Fall der Fälle vorbereitet" seien. 

"Wenn sich nun herausstellen sollte, dass die vermeintlichen Organisatoren bewusst Falschmeldungen gestreut und damit vielerorts für Verunsicherung gesorgt haben, dann ist diese perfide Methode aufs Schärfste zu verurteilen", so Staatssekretär Mathias Richter.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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