Mögliche Option auf 2G: Kultursenator erwartet teilweise Umsetzung in den nächsten Wochen

Hamburg - Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (46, SPD) geht nicht davon aus, dass alle Veranstalter zum Start der 2G-Option in der Hansestadt nur noch Geimpfte und Getestete einlassen werden.

Die Kritik, dass Ungeimpfte künftig von kulturellen Angeboten ausgeschlossen werden, wies Kultursenator Carsten Brosda (46, SPD) zurück. (Symbolbild)
Die Kritik, dass Ungeimpfte künftig von kulturellen Angeboten ausgeschlossen werden, wies Kultursenator Carsten Brosda (46, SPD) zurück. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

"Nach den Gesprächen, die wir momentan führen, erwarte ich nicht, dass wir ab Samstag eine flächendeckende Einführung von 2G haben werden", sagte er der "Zeit"-Elbvertiefung. Die 2G-Regel sei lediglich eine Option und keine Pflicht.

Sie schaffe aber deutlich mehr Möglichkeiten für die Veranstalter, sagte der Politiker auch dem "Hamburger Abendblatt". "Ein Musikclub könnte unter 2G eine voll ausgelastete Veranstaltung im Innenraum für bis zu 1300 Leute stehend anbieten, das war bislang undenkbar." Brosda zufolge werde die Einführung in den nächsten Wochen in den Kultureinrichtungen eine Rolle spielen.

Die Kritik, dass Ungeimpfte künftig von kulturellen Angeboten ausgeschlossen werden, wies Brosda indes in der Zeit-Elbvertiefung zurück. "Schwierig fände ich, wenn wir jetzt staatlich anordnen würden: Ab sofort gilt nur noch 2G. Dann hätten wir den Ausschluss, den Sie meinen. Aber die Entscheidung liegt bei den Veranstaltern. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir diesen Ausschluss im Alltag nicht erleben werden."

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Auch für Kinder sieht er das nicht. Kinder unter zwölf Jahren gelten Brosda zufolge in der 2G-Option als genesen; Kinder ab zwölf Jahren für eine sechswöchige Übergangsfrist ebenfalls.

Auch die bisherigen Förderungen für einen verlustfreien Betrieb unter 3G-Bedingungen werden Brosda zufolge aufrecht erhalten.

2G ab Samstag möglich

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen.

Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

In Innenräumen gilt dann wie bisher in der Regel eine Maskenpflicht.

Titelfoto: Ole Spata/dpa

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